Dramatische Situation

Lage auf Intensivstationen: Zahl im Südwesten hat sich mehr als verdoppelt

Ein Intensivbett, in dem ein Covid-19-Patient liegt, steht auf einer Intensivstation eines Klinikums.
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Während sich zu Beginn des Monats noch weniger als 300 Corona-Kranke auf Intensivstationen im Land befanden, sind es aktuell 630.

Innerhalb von einem Monat hat sich die Zahl der Corona-Intensivpatienten in baden-württembergischen Krankenhäusern mehr als verdoppelt: Von unter 300 auf 630.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Zahl der Corona-Patienten auf den baden-württembergischen Intensivstationen hat sich innerhalb von vier Wochen mehr als verdoppelt. Lagen zu Beginn des vergangenen Monats noch etwas weniger als 300 Menschen im Zusammenhang mit Corona in einem Intensivbett, so wurden am Mittwoch bereits 630 erkrankte Männer und Frauen wegen Covid-19 intensivmedizinisch behandelt (Stand 16.00 Uhr). Das sind acht mehr als am Tag zuvor. Mehr als die Hälfte von ihnen (350) wird dabei künstlich beatmet, wie das Landesgesundheitsamt (LGA) am Mittwoch mitteilte.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hatte am Dienstag gesagt, Baden-Württemberg sei mit Blick auf die überlasteten Intensivstationen auf Patienten-Verlegungen ins Ausland vorbereitet. Mehrere Staaten haben bereits angeboten, Covid-Intensivpatienten aus dem Südwesten aufzunehmen. Bislang wurden baden-württembergische Patienten wegen der regionalen Überlastung von Intensivstationen nur innerhalb Deutschlands verlegt.

Nach einem leichten Rückgang hat die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg am Mittwoch wieder deutlich angezogen. Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche lag nach LGA-Angaben bei 519,4 nach 508,8 am Vortag. Auch der geschätzte Sieben-Tages-R-Wert legte im Vergleich zum Dienstag leicht zu von 0,89 auf 0,90. Liegt der Wert längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Nach den ersten Fällen der neuen Coronavirus-Variante Omikron im Südwesten erhöhte sich deren Zahl laut LGA-Bericht am Mittwoch nicht.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz (Krankenhauseinweisungen pro 100 000 Menschen und Woche) lag bei 6,4 (Vortag: 6,3). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist aber in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

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