Demo in Stuttgart

AfD-Anhänger und Linke prallen in Stuttgart aufeinander - Hunderte Polizisten, Wasserwerfer und Pfefferspray im Einsatz

Dutzende Polizisten stehen auf dem Schlossplatz in Stuttgart
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Vor den Demos in Stuttgart sicherten Hunderte Polizisten die Innenstadt - aus Angst vor neuen Ausschreitungen
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Nach den Ausschreitungen in Stuttgart am vergangenen Wochenende verstärkte die Polizei ihre Präsenz in der Innenstadt deutlich. Wegen mehrerer Kundgebungen waren auch diesen Sonntag viele Beamte im Einsatz.

  • Nach den Ausschreitungen in Stuttgart am vergangenen Wochenende ist die Polizeipräsenz in der Innenstadt hoch.
  • Das Wochenende verlief nach Polizeiangaben ohne nennenswerte Vorkommnisse. Wegen mehreren Kundgebungen am Sonntag waren jedoch viele Beamte in der Innenstadt im Einsatz.
  • Eine Kundgebung der AfD führte zu einer Gegendemonstration des linken Spektrums. Es kam vereinzelt zu Auseinandersetzungen.

Stuttgart - Nach den Ausschreitungen in Stuttgart am vergangenen Wochenende verstärkte die Polizei ihre Präsenz in der Innenstadt. Am Sonntag fanden mehrere Demonstrationen in Stuttgart statt, die Polizei war mit Hunderten Beamten vor Ort. Ab 13:00 Uhr versammelten sich Anhänger der Alternative für Deutschland (AfD) zu einer Kundgebung unter dem Motto „Zurück zum Rechtsstaat - Gegen Plünderungen und für die Solidarität der Polizei“ auf dem Schillerplatz. Eine Gegendemonstration des linken Spektrums traf sich bereits im Vorfeld auf dem Marktplatz. Es kam immer wieder zu Zwischenfällen bei der Demo in Stuttgart.

Kundgebungen in Stuttgart: Starke Polizeipräsenz in der Innenstadt

Zum Schutz der Teilnehmer der AfD-Demo in Stuttgart war die Polizei Stuttgart mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei, Wasserwerfern und Polizeireitern im Einsatz. Gegen 12:30 Uhr formierte sich nach Polizeiangaben eine Gegenbewegung auf dem Marktplatz. Die Teilnehmer der Demonstration unter dem Motto „Rassismus der AfD stoppen“, gehörten dem linken Spektrum an.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Stuttgart versammelten sich nach dem Ende der AfD-Demo in Stuttgart mehrere Teilnehmer linken Gegendemonstration. Sie formierten sich zu einem unangemeldeten Aufzug. Die Gruppe zog anschließend über den Marktplatz, die Königstraße bis zu der Planie am Charlottenplatz und protestieren dort lautstark. Mehreren Personen, die zu spät zu der AfD-Kundgebung auf dem Schillerplatz kamen, wurde der Weg versperrt. Die Polizei griff ein, um eine Teilnahme an der Demo in Stuttgart zu gewährleisten.

Die Demonstration in Stuttgart sei weitgehend ruhig abgelaufen, schrieb die Polizei in einer Pressemitteilung. Vereinzelt sei es jedoch zu Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und den linken Gegendemonstranten gekommen. Um eine der Auseinandersetzungen aufzulösen, setzte die Polizei Pfefferspray ein. Eine Beamtin und eine Gegendemonstrantin erlitten Augen- und Hautreizungen, meldete die Polizei Stuttgart auf Twitter.

Kundgebung in Stuttgart: Kamerateam auf der Königstraße angegriffen

Ein Kamerateam der Welt berichtete abseits der Demo in Stuttgart. Das Team filmte eine Liveübertragung aus der Königstraße, Thema waren die Ausschreitungen von vergangenem Wochenende. Gegen 13:15 lief ein 52-jähriger Mann durch das Bild, der Kameramann versuchte, ihn aus dem Sichtfeld zu halten. Der 52-Jährige trat nach Angaben der Polizei mehrmals gegen das Kamerastativ. Der Kameramann und der Reporter wurden nicht verletzt.

Die Polizei Stuttgart nahm anschließend die Fahndung auf. Sie nahmen den Mann schließlich am Arnulf-Klett-Platz, dem Vorplatz des Hauptbahnhofs Stuttgart, vorläufig fest. Der 52-Jährige gab an, er habe nicht gefilmt werden wollen. Die Beamten setzten ihn nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß.

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