„Welt nicht mehr so wie zuvor“

Kretschmann: Putin hat die Nachkriegsordnung zerschossen

Ministerpräsident Kretschmann
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Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann rechnet mit tiefgreifenden Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf das Land und die Welt.

Putins Krieg wird die ganze Welt dauerhaft verändern, da ist sich Ministerpräsident Kretschmann sicher. Auch die Bürger im Südwesten sollten sich auf Zumutungen einstellen.

Stuttgart (dpa) - Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) rechnet mit langen und tiefgreifenden Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf Baden-Württemberg und die Welt. Am Mittwoch (ab 10.00 Uhr) will Kretschmann im Landtag eine Regierungserklärung zu den Auswirkungen des Krieges auf den Alltag der Menschen in Baden-Württemberg halten. Das Land müsse mit Wohlstandsverlusten rechnen, unter Umständen mit beträchtlichen, sagte der Regierungschef am Dienstag in Stuttgart. «Nach diesem Krieg wird die Welt nicht mehr so sein wie vor dem Krieg.» Eine der Hauptaufgaben des Landes sei etwa die Unterbringung der ukrainischen Kinder in Schulen und Kitas.

Mit Blick auf die Außenpolitik werde sich die Landesregierung loyal zur Bundesregierung verhalten, versprach Kretschmann am Dienstag. Er gehe davon aus, dass der Konflikt eine lang anhaltende Wirkung haben werde. Die Welt werde sich dramatisch ändern. Die geplanten Ausgaben für Verteidigung fehlten etwa an anderen Stellen. Der Krieg habe tiefgreifende Auswirkungen auf die Energiepolitik. Das Leben werde teurer. Geopolitisch bildeten sich vielleicht neue Achsen, neue Lieferkettenströme, Rohstoffströme, Preisbildungen. Das werde auch die Menschen in Baden-Württemberg direkt betreffen. «Putin und seine Gesellen» würden nicht nur einen Vernichtungskrieg in der Ukraine führen, sagte Kretschmann - Putin habe auch die «ganze Nachkriegsordnung mit zerschossen».

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