Zu elf Jahren Haft verurteilt

Kretschmann fordert sofortige Freilassung von Kolesnikowa

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, nimmt an einer Pressekonferenz der baden-württembergischen Landesregierung teil.
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Winfried Kretschmann bezeichnete das Urteil gegen Maria Kolesnikowa als „eklatante Missachtung der Menschenrechte“ (Symbolbild).

Die belarussische Oppositionelle Maria Kolesnikowa wurde am Dienstag in Minsk zu elf Jahren Haft verurteilt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann reagiert bestürzt auf das Urteil.

Stuttgart (dpa/lsw) - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die sofortige Freilassung der belarussischen Oppositionellen Maria Kolesnikowa gefordert. Mit großer Bestürzung habe man den Schauprozess und das Urteil gegen Maria Kolesnikowa in Belarus zur Kenntnis genommen, teilte der Grünen-Politiker am Dienstag auf Twitter mit. Diese eklatante Missachtung der Menschenrechte und systematische Unterdrückung der friedlichen Opposition seien nicht hinnehmbar.

Kretschmann unterstrich die «vielfältigen Beziehungen» Kolesnikowas zu Baden-Württemberg als Absolventin der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und ihre anschließende Tätigkeit als Dozentin dort. «Wir fordern wie EU und Bundesregierung die sofortige Freilassung von Kolesnikowa und weiterer Oppositioneller», so Kretschmann.

Kolesnikowa war am Dienstag in Minsk zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil erging fast ein Jahr nach ihrer Festnahme im Zuge der Proteste gegen Machthaber Alexander Lukaschenko und lautete auf angebliche versuchte illegale Machtergreifung. Die Bundesregierung hatte wiederholt die Freilassung der früheren Stuttgarter Kulturmanagerin gefordert.

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