„Bananagate“

Größter Drogenfund aller Zeiten in BW: Über 300 Kilogramm Kokain in Urbach sichergestellt

Das Landeskriminalamt präsentiert seinen Rekord-Drogenfund.
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Das Landeskriminalamt präsentiert seinen Rekord-Drogenfund.
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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In einer Bananenreiferei in Urbach (Rems-Murr-Kreis) hat die Polizei 336 Kilogramm Kokain entdeckt und beschlagnahmt. Das Rauschgift lag säuberlich abgepackt zwischen den Bananen.

Stuttgart - Die Polizei hat in Baden-Württemberg einen Mega-Rauschgiftdeal von nie dagewesenem Ausmaß vereitelt. Ausgerechnet im kleinen 8.000-Einwohner-Dorf Urbach (Rems-Murr-Kreis) wurden 336 Kilogramm Kokain in einer Bananenreiferei entdeckt. Die Beamten fanden die Drogen fein säuberlich abgepackt in Ein-Kilogramm-Paketen zwischen den unreifen Früchten. Der Marktwert des Rauschgifts beträgt rund 20 Millionen Euro.

Wie die Polizei mitteilte, stammte das Rauschgift aus Zentralamerika und kam über die Niederlande nach Baden-Württemberg. Klar sei, dass die Bananen für ein anderes Bundesland bestimmt waren - für welches, wollte der LKA-Sprecher nicht verraten. Offenbar diente die Bananenreiferei in Urbach nur als Zwischenlager.

Kleine Gemeinde Urbach in Aufruhr - soziale Netzwerke explodieren

Dass ihre kleine Gemeinde jetzt mit derart kriminellen Machenschaften in die Schlagzeilen geriet, lässt die Bewohner Urbachs nicht kalt. In den sozialen Netzwerken überschlugen sich die Kommentare. Auch die Seite „Urbachmemes“ auf Instagram postet seit kurzem Memes zu dem Fund - und erntet zahlreiche Lacher. Unter dem Hashtag #Bananagate nehmen die Account-Betreiber den Rauschgiftfund auf die Schippe.

„Nächste Woche im Urbacher Blättle: Auf dem Urbacher Fundamt wurden abgegeben: Ein Schlüsselbund - ein Geldbeutel - 336 Kilogramm Kokain, einzeln verpackt“, scherzt Urbachmemes. „Nicht mal Drogen gescheit verstecken können sie in Urbach“, witzelt ein Nutzer in den Kommentaren. „Urbach einfach Legende“, schreibt ein weiterer.

Laut Polizei wurde das Rauschgift eigentlich schon Ende Januar entdeckt. Um die Ermittlungen nicht zu behindern, habe das Landeskriminalamt den Fund erst jetzt bekannt gegeben. Vor der Durchsuchung hatte es offenbar Hinweise auf die Drogen in der Lagerhalle gegeben.

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