Erzieher fordern bessere Arbeitsbedingungen

Kitas bleiben in einigen Regionen wegen Warnstreiks geschlossen

Jacken und Turnbeutel sind in einer Kindertagesstätte an einer Garderobe zu sehen.
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In mehreren Kitas im Land wird aktuell gestreikt.

Kaum sind die Osterferien vorbei, müssen sich Eltern in mehreren baden-württembergischen Regionen erneut um die Betreuung ihrer Kinder kümmern. Denn in den Kitas wird gestreikt.

Stuttgart (dpa/lsw) - Wegen Kita-Streiks in mehreren baden-württembergischen Regionen müssen sich viele Eltern am Dienstag erneut darum bemühen, eine andere Lösung für die Betreuung ihrer Kinder zu finden. Für den Kreis Ludwigsburg, für Ulm sowie für Rastatt und Offenburg ruft die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Erzieherinnen und Erzieher auf, die Arbeit ruhen zu lassen. Ziel sei es, den Druck auf die Arbeitgeber vor der dritten Verhandlungsrunde Mitte Mai zu erhöhen, teilt die Gewerkschaft mit. Am Mittwoch sollen dann Beschäftigte im Rems-Murr-Kreis und im Raum Heilbronn ihre Arbeit befristet niederlegen.

Die Arbeitgeberseite hatte die Warnstreiks in der Vergangenheit regelmäßig kritisiert und erklärt, man sei in konstruktiven Verhandlungen. Verdi fordert für die bundesweit rund 330 000 betroffenen Beschäftigten bessere Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen Fachkräftemangel und eine höhere Eingruppierung vieler Mitarbeiter.

In Baden-Württemberg sind nach Angaben der Arbeitgeber rund 50 000 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst betroffen. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 16. und 17. Mai in Potsdam geplant.

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