Sheela, Meimei und Co.

In Stuttgart eröffnet das erste Katzencafé

Katzen sitzen eher selten am Katzentisch.
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Schon im Februar soll das Katzencafé „Happy Cats Café & Trattoria“ in der Arndtstraße eröffnen (Symbolbild). 
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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In Asien sind sie bereits ein großer Trend. Jetzt kommt das erste Katzencafé nach Stuttgart. Beim Streicheln der Tiere sollen die Gäste entschleunigen.

Stuttgart - Seit vielen Jahren erfreuen sich Katzencafés in China und Korea großer Beliebtheit. Mittlerweile sind auch in Europa hier und dort solche Cafés eröffnet worden, darunter in deutschen Städten wie München, Köln oder Karlsruhe. Nun dürfen Katzen-Fans in der Landeshauptstadt Stuttgart gespannt sein: Das erste Katzencafé der Region eröffnet bald in der Arndtstraße in Stuttgart-West, nahe der Schwabstraße.

Dass Tiere einen positiven Einfluss auf das menschliche Wohlbefinden haben, ist wohl kein Geheimnis. Der Sindelfinger Daniel Di Stefano und seine Frau Miya machten daraus eine Geschäftsidee. Im Stuttgarter Katzencafé sollen Besucher einen Ort der Entspannung vorfinden, schlemmen und nebenher die kleinen Schmusekatzen mit Streicheleinheiten verwöhnen.

„Katzen bringen dich automatisch runter“, schwärmt Daniel Di Stefano gegenüber der Stuttgarter Zeitung. „Dieser Effekt ist unbezahlbar.“ Der Halbitaliener und seine aus China stammende Gattin hegen eine große Vorliebe für die flauschigen Vierbeiner. Neben dem Katzen-Erlebnis wollen sie ihre Kunden im Katzencafé mit einer Mischung aus chinesischen, italienischen und deutschen Speisen verwöhnen: Von Dumplings und Bruschetta über Bubble Tea und Kaffee bis zu Flammkuchen und Süßspeisen.

Katzencafé in Stuttgart: Öffnung voraussichtlich im Februar

Oberste Priorität habe für ihn das Wohl der Katzen, sagte Daniel Di Stefano der Stuttgarter Zeitung. „Die Hürden sind sehr hoch und die Vorgaben sehr streng. Aber das ist okay. Das Wohlergehen unserer Katzen muss natürlich gesichert sein.“ Um den Katzen neben dem Trubel auch Rückzug zu gewähren, gebe es einen extra Raum im Katzencafé, der für Besucher tabu ist. „Zudem hängen wir Regeln aus und erklären diese auch jedem Gast: Keine schlafenden Katzen wecken und keine Katze auf den Schoß nehmen, die das nicht möchte, zum Beispiel.“

Dass es den Tieren gut gehen soll, drückt auch der Name des Cafés aus: „Happy Cats Café & Trattoria“. Auf ihrer Facebook-Seite posten die Betreiber bereits fleißig die Fortschritte des Umbaus in der Arndtstraße. Bis vor kurzem war dort noch das Cafe Pane e Dolci beheimatet. Die neuen Inhaber machen alles neu. „Wir arbeiten daran, wie geplant im Februar zu eröffnen. Bleibt gespannt“, schreiben sie auf Facebook. Neben dem gemütlichen Café soll es auch einen Abholbereich geben.

Katzencafé in Stuttgart: Sheela, Meimei und Co. - Bewohner namentlich vorgestellt

Während manche Katzencafés ihre Stubentiger aus dem Tierheim holen, soll „Happy Cats Café & Trattoria“ zunächst von den eigenen Katzen der Di Stefanos bevölkert werden. Auch die wurden bereits auf Facebook namentlich vorgestellt. Einzelne Posts erzählen die Geschichte von British Kurzhaar Sheela, Wildkatze Cookie oder der heiligen Birma Meimei. Unter den insgesamt zwölf Kätzchen finden sich viele von besonderer Rasse.

Um näher an ihrem Café zu sein, werden die Di Stefanos bald mit Katz und Kegel von Sindelfingen nach Stuttgart umziehen, wie sie der Stuttgarter Zeitung erzählten. Während seine Frau ursprünglich aus dem Hotelgewerbe kommt, war Stefano jahrelang im Baugewerbe tätig. Das Café ist für ihn ein Quereinstieg.

Mit ihrem ersten Gastronomie-Projekt haben sich die Di Stefanos keine leichte Aufgabe vorgenommen. Für Betreiber von Katzencafés gelten besondere Richtlinien. Die Katzen müssen geimpft sein, regelmäßig gesundheitlich untersucht werden und artgerecht untergebracht sein. Dazu zählen Rückzugsorte mit Katzentoilette und Co. Örtliche Behörden müssen letztendlich darüber entscheiden, ob ein Katzencafé artgerecht ist.

Das Katzencafé der Di Stefanos ist das erste in der Region Stuttgart und nach Karlsruhe das Zweite im Ländle. Man darf gespannt sein, wie das Projekt ankommt. Gerade Tierfreunde, die keine eigenen Vierbeiner besitzen, könnten Gefallen daran finden. Auch Menschen, die gerne eine Katze hätten, aufgrund ihrer Wohnsituation in der Großstadt aber keine Möglichkeit haben, dürften die Eröffnung wohl kaum erwarten können.

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