Projekt vom BUND

Insektenfreundliche Friedhöfe - Modellprojekt im Südwesten

Bienen fliegen bei strahlendem Sonnenschein.
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Auf Friedhöfen im Südwesten sollen sich bald Bienen und andere Insekten tummeln.

Blumenwiesen oder Streuobstwiesen auf Friedhöfen? Mit einem Modellprojekt vom Naturschutzverband BUND soll das Leben für Insekten schöner werden.

Heidelberg (dpa/lsw) - Vier ausgewählte Friedhöfe im Südwesten sollen künftig zum Tummelplatz für Schmetterlinge, Wildbienen und andere Insekten werden. Am Mittwoch (13.30 Uhr) stellt der Landesverband des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) dafür sein Projekt «Insektenfreundlicher Friedhof» in Heidelberg vor. Dort sollen zunächst auf dem Friedhof Handschuhsheim spezielle Pflanzen gesetzt werden und somit erste insektenfreundliche Flächen entstehen. Außerdem Teil des Projektes sind der Stadtfriedhof Biberach an der Riß, der Waldfriedhof in Singen (Kreis Konstanz) und der Hauptfriedhof Stuttgart.

Die Modellfriedhöfe waren unter etwa 30 Bewerbern ausgesucht worden. Verfügbare Flächen sollen beispielsweise zu Blumenwiesen oder, wenn der Platz es zulässt, auch zu Streuobstwiesen werden. Zudem sollen auf jeweils vier ungenutzten Gräbern pro Friedhof statt Zierpflanzen Stauden gesetzt werden, die Wildbiene und Co. möglichst ganzjährig Nahrung bieten.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird vom BUND-Landesverband gemeinsam mit der Stiftung Naturschutzfonds gefördert. Insgesamt stehen dafür gut 240 000 Euro zur Verfügung.

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