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CSD 2024 in Stuttgart: Alle Infos zur bunten Parade

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Einmal im Jahr ist die Stuttgarter Innenstadt in Regenbogenfarben getaucht. Beim Christopher Street Day feiert und demonstriert die LGBTQIA*-Community auf den Straßen. Alle Infos zur bunten Parade im Überblick.

Stuttgart - Vor fast einem halben Jahrhundert, genauer gesagt vor 45 Jahren, fand auf dem Schlossplatz in Stuttgart die erste Demonstration von Schwulen und Lesben statt. Sie trug das Motto „Homobefreiungstag“ und legte damit den Grundstein für den heutigen Christopher Street Day (CSD). Jährlich versammelt sich die LGBTQIA*-Gemeinschaft, um zu feiern, zu gedenken und für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, transsexuellen, intersexuellen und queeren Menschen einzutreten.

Die Kulturwochen der Stuttgart PRIDE 2024 stehen diesmal unter dem Motto „Vielfalt leben! Jetzt erst recht“. Sie finden vom 12. bis 28. Juli statt. Der Höhepunkt der Veranstaltung ist die CSD-Parade am 27. Juli, bei der die Regenbogen-Community durch das Stadtzentrum von Stuttgart zieht und protestiert. BW24 hat alle wichtigen Informationen zur farbenfrohen Parade zusammengetragen.

Christopher Street Day in Stuttgart.
Am 27. Juli zieht die Regenbogen-Community durch die Stuttgarter Innenstadt. (Archivfoto) © IMAGO/Arnulf Hettrich

CSD 2024 in Stuttgart: Start und Verlauf der Parade durch die Innenstadt

Die CSD-Demonstration in Stuttgart startet um 12 Uhr in der Rotebühlstraße. Hier versammeln sich die Teilnehmer und Gruppen sowie die Fahrzeuge für die Parade. Der Zug durch die Innenstadt beginnt in diesem Jahr bereits um 13 Uhr und führt über den Rotebühlplatz, die Eberhardstraße, Marktstraße, Münzstraße und endet schließlich gegen 16.15 Uhr am Karlsplatz.

Im Anschluss daran findet auf dem Schlossplatz von 16.15 Uhr bis 17 Uhr eine Kundgebung zu den Forderungen der LSBTTIQ*-Gemeinschaft statt. Weitere Informationsmöglichkeiten der Regenbogen-Community gibt es danach auf der CSD-Infomeile (Kirchstraße) und der CSD-Hocketse (Markt- und Schillerplatz).

Rekord bei Anmeldungen zum diesjährigen CSD in Stuttgart

Bereits 2023 vermeldete der CSD-Sprecher Detlef Raasch für Stuttgart mit 131 Formationen einen Anmeldungsrekord. Dieser wurde in diesem Jahr nochmals übertroffen. Stolze 150 Formationen mit 400.000 bis 500.000 Besuchenden werden bei der Parade durch den Kessel erwartet, berichtet die Stuttgarter Zeitung (StZ).

Bei der Parade werden unter anderem fast alle Parteien, die im Parlament vertreten sind, dabei sein (Ausnahme: AfD) und darüber hinaus auch zahlreiche Politiker. Erwartet werden die Kulturstaatsministerin Claudia Roth, Landtagspräsidentin Muhterem Aras und Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne). Erstmals wird auch Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) am CSD teilnehmen, der auf dem Truck des VfB Stuttgart mitfährt.

Wagen des VfB Stuttgart. Von links Alexander Wehrle, Vorstandsvorsitzender, Claus Vogt, Präsident, Cem Özdemir
Der VfB Stuttgart nimmt auch 2024 wieder an der CSD Parade teil. Neben Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne, r.), wird hier in diesem Jahr auf dem Truck auch Stuttgarts OB Frank Nopper (CDU) mitfahren. © IMAGO/Arnulf Hettrich

Stuttgarter CSD nach dem Motto „Vielfalt leben. Jetzt erst recht“

Im vergangenen Jahr hat es in Deutschland so viele CSDs wie noch nie gegeben. Die LGBTQIA*-Community kämpft weiterhin gegen den Anstieg queerfeindlicher Übergriffe und den aggressiven Stimmungen gegen queere Menschen. „Wir dürfen uns nicht auf den Zugeständnissen ausruhen, die wir uns als queere Menschen in den letzten Jahren und Jahrzehnten hart erkämpft haben. Wir dürfen es nicht riskieren, dass unsere Rechte und unsere Art frei zu leben und zu lieben wieder eingeschränkt werden und uns unsere Rechte wieder genommen werden“, heißt es auf der Webseite von Stuttgart Pride. Mit dem diesjährigen Motto „Vielfalt leben. Jetzt erst recht“, richtet sich die Gemeinschaft erneut gegen die Angriffe von Rechtsextremen.

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