Oberlandesgericht Stammheim

Großfamilie sitzt nach blutigem Streit auf Anklagebank in Stuttgart

Justizwachtmeister sichern den Eingangsbereich des Oberlandesgerichts in Stuttgart-Stammheim.
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Eine Großfamilie sitzt nach blutigem Streit auf der Anklagebank in Stuttgart-Stammheim (Symbolbild).

Mitten am Tag, mitten in der Stadt eskaliert ein Streit zwischen verfeindeten Großfamilien. Drei Männer werden schwer verletzt, acht weitere sitzen nun auf der Anklagebank.

Singen/Stuttgart (dpa/lsw) - Nach einer blutigen Fehde zwischen zwei verfeindeten syrischen Großfamilien in Singen (Kreis Konstanz) müssen sich acht Beteiligte von Montag (9.00 Uhr) an in Stuttgart vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet unter anderem auf versuchten Totschlag. Die Männer sollen im Dezember 2020 - am helllichten Tag und mitten in der Innenstadt - in mehrere Schlägereien und Angriffe verwickelt gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat Anklage erhoben. Das Landgericht tagt aber wegen der Größe des Verfahrens im Hochsicherheitsgericht in Stuttgart-Stammheim.

Laut Anklage soll die Bluttat am 14. Dezember der gewaltsame Höhepunkt des Familienstreits gewesen sein. Nach Polizeiangaben hatten sich zunächst bis zu 20 Jugendliche geprügelt. Später griffen acht Männer an einer Ampel einen Kleinbus an und verletzten ihre drei Gegner schwer. Gegen zwei Männer aus der Truppe der Angreifer ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart nach eigenen Angaben wegen des Verdachts der Mitgliedschaft oder Unterstützung der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien.

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