Stich ins Schwabenherz

„Reich, hässlich und stillos“: Felix Lobrecht zieht bei „Gemischtes Hack“ über Stuttgart her

Comedy-Star Felix Lobrecht
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Felix Lobrecht hat offenbar eine Abneigung gegen die baden-württembergische Landeshauptstadt.
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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In der aktuellen Folge des Podcasts „Gemischtes Hack“ lästert Comedian Felix Lobrecht über Stuttgart. Alles, was dort gebaut werde, sehe „kacke“aus und die Stadt sei völlig stillos.

Stuttgart - „Mittwoch ist Hacktag“ - das gilt für eingeschweißte Fans des Comedy-Podcasts „Gemischtes Hack“ spätestens wieder, seit die Moderatoren Felix Lobrecht und Tommi Schmitt aus der Sommerpause zurück sind. Über eine Million Menschen hören den beiden Comedians wöchentlich bei ihren Gesprächen über kuriose Anekdoten aus ihrem Alltag sowie ihrer teils ironischen Betrachtung von Politik und Weltgeschehen zu. Für Zuhörer aus Stuttgart gab es in Folge drei der neuen Staffel jedoch einen Dämpfer: Felix Lobrecht zog hemmungslos über die Schwabenmetropole her und betitelte sie als „reich, hässlich und stillos“.

Gerade waren die Podcaster dabei, deutsche Großstädte unter die Lupe zu nehmen. Schmitt bekundete beispielsweise eine zunehmende Vorliebe für München, die er durch die Nähe zu Bergen und Seen begründete. Auch die Städte Hamburg und Köln wurden ins Visier genommen. Doch dann schien Lobrecht plötzlich eine spontane Eingebung einer bestimmten Stadt zu haben, die besondere Aversionen in ihm weckte. Er habe dort kürzlich einen Auftritt gehabt - „wirklich eine geile Show in der Sparda-Welt“ - aber die Stadt sei einfach eine „Drecksstadt“. Schon bevor Lobrecht es über die Lippen bringen konnte, hegte Tommi Schmitt bereits einen Verdacht: „Ich wette, wir reden über Baden-Württemberg und Stuttgart.“

Felix Lobrecht: „Stuttgart ist reich und hässlich - wie Robert Geiss“

Zwar scheint Lobrechts nicht gegen die Stuttgarter persönlich zu haben, doch an der Stadt selbst lässt er kein gutes Haar. „Tommi, weißt du was Stuttgart ist? Stuttgart ist reich und hässlich - wie Robert Geiss.“ Außerdem sei die Stadt eine einzige Baustelle und alles, was hier neu gebaut werde, sehe „kacke“ aus. Angesichts des schwäbischen Credos „Schaffe, schaffe, Häusle baue“ empfiehlt Lobrecht: „Aber auch mal fertig werde!“

Auch Tommi Schmitt konnte zumindest bestätigen, dass er mit Stuttgart „bisher nicht wirklich warmgeworden“ sei. „Die Kessellage macht mich wahnsinnig“. Für Felix Lobrecht war das nur die Steilvorlage, um nochmals seine Abneigung gegenüber der schwäbischen Metropole zu bekunden: „Warum nennt man das überhaupt Kessel dort? Das ist ein Tal, Alter!“ Doch nicht nur Lobrecht steht mit der schwäbischen Großstadt auf Kriegsfuß: Auch Satiriker Jan Böhmermann ätzte kürzlich gegen Stuttgart.

Stuttgart-Hater sollten wissen: Ein zweiter Blick lohnt sich

Zugegeben: Großbaustellen wie die rund um das lahmende Bahnprojekt Stuttgart 21 sind auf den ersten Blick nicht unbedingt das Aushängeschild, das sich eine Stadt wünscht. Skeptikern sei jedoch gesagt: Anstatt Stuttgart direkt abzuschreiben, lohnt es sich, einen zweiten Blick zu riskieren. Denn oft wird das schlechte Image der Stadt ihr überhaupt nicht gerecht. Umgeben von Weinbergen und Wanderwegen, ist man hier innerhalb kürzester Zeit in der Natur - urbanes Leben und Naherholung liegen eng beieinander.

Neben atemberaubenden Ausblicken und Sehenswürdigkeiten in Stuttgart kommt auch die Kultur und Unterhaltung in der Landeshauptstadt nicht zu kurz. Von wegen hässlich: Man muss nur die richtigen Spots kennen, findet auch eine unserer Autorinnen, der der Hass aller Stuttgart-Nörgler zum Hals raushängt.

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