Ansagen im Dialekt

Zum Stuttgarter Frühlingsfest schwäbelt es plötzlich in der Bahn

Menschen steigen in Stuttgart aus einer Stadtbahn der Linie U11 aus.
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In der Zeit des Frühlingsfests in Stuttgart werden die Haltestellen in der Stadtbahn-Sonderlinie U11 auf Schwäbisch angesagt (Archivbild).
  • Nadja Pohr
    VonNadja Pohr
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Zum 82. Frühlingsfest in der Landeshauptstadt Stuttgart werden in der Straßenbahn der Sonderlinie U11 die Haltestellen auf Schwäbisch angesagt.

Stuttgart - Am 16. April startet das Stuttgarter Frühlingsfest nach zweijähriger Corona-Pause wieder mit vielen Veränderungen (BW24* berichtete). Mit einer „Light“-Version setzen die Veranstalter weiterhin auf Vorsicht - unter anderem wird es keine Festzelte geben. Weitere Beschränkungen beim Zugang oder eine Maskenpflicht gibt es allerdings nicht*.

Die Vorfreude bei den Menschen in der Region ist groß. Schon die Ankündigung, dass das Fest in diesem Jahr wieder stattfindet, begeisterte viele in den sozialen Medien - “wird ja langsam auch mal Zeit“, hatten einige geschrieben*. Um die Besucher auf die Festlichkeit einzustimmen, hat sich auch die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) eine besondere Aktion einfallen lassen.

Stuttgarter Frühlingsfest: Haltestellenansagen in der Bahn auf Schwäbisch

Wer in den kommenden Tagen in Stuttgart mit den Straßenbahnen der Sonderlinie U11 fährt, sollte bei den Haltestellenansagen genau hinhören. Statt Hochdeutsch werden diese dann Schwäbisch ausgesprochen. Am Wochenende und an Feiertagen fährt die U11 zum Cannstatter Wasen. Im Rahmen des Stuttgarter Frühlingsfestes heißt es dann zum Beispiel: „Nächste Haltestelle Schdaddmidde“.

Die SSB hatte die Aktion ursprünglich bereits für das Frühlingsfest 2020 geplant. Das Coronavirus in Baden-Württemberg machte dem Vorhaben jedoch einen Strich durch die Rechnung - genau wie im Jahr darauf. Zum 82. Stuttgarter Frühlingsfest hat es nun jedoch geklappt. Die Aktion passe laut einem Facebook-Kommentar vor allem auch gut zur „The Länd“-Kampagne von Baden-Württemberg*, die dazu dienen soll, Fachkräfte aus der ganzen Welt in den Südwesten Deutschlands zu locken.

Stuttgarter freuen sich auf die schwäbischen Ansagen in der Bahn

Erste Reaktionen im Internet zur Ankündigung der SSB-Aktion zeigen, dass sich die Stuttgarter bereits jetzt köstlich darüber amüsieren. Vor allem, da wahrscheinlich der ein oder andere Fremde und Touristen ihre Probleme mit den schwäbischen Ansagen haben könnten. „Das versteht doch keine Sau, außer uns“, schreibt ein Facebook-Nutzer scherzhaft. Ein anderer sieht das Unheil bereits kommen: „Und die ganzen Touris rennen planlos durch die Stadt.“

Aber auch sonst können die User der ulkigen Idee einiges abgewinnen. „Das finde ich sehr sympathisch“, freut sich eine Nutzerin. „Finde diese Specials generell Klasse“, kommentiert eine weitere. *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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