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FrittyBar in Stuttgart schließt - Große Trauer in der Stadt: „Morgen stelle ich ein Teelicht hin“

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Von: Nadja Pohr

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Die FrittyBar in Stuttgart
Die FrittyBar in Stuttgart muss schließen. Am 2. Juli endet das Mietverhältnis für den Imbiss im Hirschbuckel-Gebäude. © BW24/Nadja Pohr

Der beliebte Imbiss FrittyBar in der Stuttgarter Innenstadt schließt Ende Juni. Im Netz herrscht unter den Stuttgartern deshalb große Trauer und Enttäuschung.

Stuttgart - Die Landeshauptstadt Stuttgart ist groß und hat in der Innenstadt viel zu bieten. Es gibt sowohl zahlreiche Bekleidungsgeschäften als auch ein reichliches Gastronomie-Angebot. Für Ladenbesitzer ist es bei einer so großen Auswahlmöglichkeit oft nicht leicht, herauszustechen. Die FrittyBar in Stuttgart hat dies allerdings über die Jahre geschafft.

Seit den 1980er Jahren gibt es den Imbiss in der Stuttgarter Innenstadt, der seine Gäste als eines der wenigen Geschäfte noch die ganze Nacht über mit Essen versorgt. „Bei uns hat ganz Stuttgart eigentlich schon mal gegessen“, sagt Besitzer Niko Papanikos. Für alle Liebhaber von Pommes oder Gyros gibt es allerdings nun schlechte Nachrichten: Der Imbiss wird schließen. „Am 2. Juli 2022 endet das Mietverhältnis für unseren Betrieb ‚Fritty Bar’ und wird seitens des Vermieters nicht weiter verlängert“, heißt es auf einem Zettel.

Stuttgarter trauern im Netz wegen Schließung der FrittyBar in der Innenstadt

In den sozialen Medien zeigen sich die Stuttgarter traurig und enttäuscht über die Schließung der FrittyBar. „Mein Herz bricht“, kommentiert eine Userin. „Morgen stelle ich ein Teelicht hin“, schreibt ein Twitter-Nutzer unter ein Bild des Imbisses. „Eine Ära geht zu Ende“, „Das war der einzige essbare Snack, der Nachts noch geöffnet hat“ oder „Nur noch schlechte Nachrichten aus dieser Öko-Stadt“, lauten weitere Reaktionen auf den Social-Media-Plattformen.

Andere Nutzer ärgern sich vor allem darüber, dass so das Nachtleben in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg kaputt gemacht werde. „Typisch Stuttgart, traurig, wenn man es den jungen Menschen nachts immer schwerer macht“, schreibt einer. „Das Nachtleben stirbt in Stuttgart bald“, befürchtet ein anderer. „Betriebe mit Tradition, in welcher Form auch immer, sind in der Stadt Stuttgart selbst nicht mehr erwünscht“, vermutet ein Nutzer. Die Community auf Facebook wünscht dem Betreiber jedenfalls für die Zukunft alles Gute und hofft, dass er vielleicht an einen anderen Ort umzieht.

Abriss des Gebäudes zwingt FrittyBar in Stuttgart zur Schließung

Hintergrund für die Schließung der FrittyBar ist der Abriss des Hirschbuckel-Gebäudes. Das Haus in der Eberhardstraße soll kernsaniert werden, deshalb endet in einem Monat der Mietvertrag. Eine Verlängerung sei laut Chef Niko Papanikos nicht möglich gewesen, da man in Zukunft keinen Imbiss mehr im Gebäude haben wolle.

Die FrittyBar wurde mittlerweile in der zweiten Generation geführt - auch Papanikos Tochter ist bereits eingestiegen. „Ich wollte das eigentlich meinen Kindern einmal überlassen“, sagte Papanikos gegenüber der Stuttgarter Zeitung. Mit der FrittyBar wolle man auf jeden Fall an einem anderen Standort weitermachen. Bisher ist der Eigentümer jedoch noch auf der Suche.

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