„Vision Zero“

Fahrrad-Club alarmiert: Radfahren noch immer zu gefährlich - Angst vor Autofahrern

Eine Frau fährt mit einem Fahrrad, neben ihr rauscht ein Auto vorbei.
+
Die Mobilitätswende kann nur gelingen, wenn Fahrradfahrer sich auf den Straßen sicher fühlen (Symbolbild).

Die baden-württembergische Landeschefin des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) findet, dass immer noch zu viele Fahrrad-Unfälle passieren.

Stuttgart (dpa/lsw) - Eine Mobilitätswende vom Auto zum Fahrrad kann aus Sicht eines Verbandes nur gelingen, wenn die Menschen sich auf ihren Rädern sicher fühlen. «Dies ist aber häufig nicht der Fall, sagte die Landeschefin des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Gudrun Zühlke. Da machten Schwankungen wie bei der neuesten Statistik zu Zweiradunfällen keinen Unterschied. «Ich habe die Vision Zero, also gar keine Unfälle.» Das Statistische Landesamt veröffentlicht an diesem Donnerstagvormittag die Unfallzahlen.

Die größten Ängste der Radler entstehen laut ADFC durch zu geringen Abstand überholender Fahrzeuge. Die vorgeschriebene Distanz von 1,5 Meter müsse viel stärker von der Polizei kontrolliert werden. Zur Verunsicherung der Radfahrer trage auch bei, dass Fahrradwege nicht selten im Nirgendwo endeten oder ihre Fortführung nicht sofort erkennbar sei. Schilder mit der Bitte an die Radler, in solchen Situationen abzusteigen, seien eine Zumutung. Zühlke: «Eine solche Aufforderung an Autofahrer habe ich noch nie gesehen.»

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare