„Erkenntnisse gewinnen“

Nach Europapark: Baden-Württemberg plant weitere Modellprojekte für Tourismus

Die Wasser-Attraktion „Atlantica“ im Europapark.
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Bereits am Freitag geht der Europapark mit einem Modellprojekt an den Start.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Da die Inzidenz im Land Baden-Württemberg weiter sinkt, will das Sozialministerium neben dem Europapark weitere Modellprojekte im Bereich Tourismus, Kultur und Freizeit ermöglichen.

Stuttgart - Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg war der Europapark in Rust lange Zeit geschlossen. Doch Achterbahn-Fans dürfen sich freuen: Am 21. Mai öffnet der Europapark wieder für die Besucher. Als landesweites Modellprojekt mit umfassendem Corona-Konzept soll Rust Erkenntnisse schaffen, wie sich die Öffnung eines Freizeitparks auf die Infektionslage auswirkt. Nun plant das Land weitere solcher Projekte.

Wie das Sozialministerium am Dienstag mitteilte, können bis Donnerstag, 20. Mai, Vorschläge zu weiteren Öffnungen im Tourismus-, Kultur- und Freizeitsektor mit entsprechendem Modellcharakter eingereicht werden. Voraussetzung sei eine stabile Inzidenz von unter 100 im jeweiligen Land- oder Stadtkreis.

Außerdem müsse ein digitales System zur Nachverfolgung von Kontaktpersonen vorliegen und eine wissenschaftliche Begleitung sichergestellt sein. Als Beispielprojekte nannte das Ministerium etwa Vorhaben im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit, die teilweise bereits in den Pfingstferien starten sollen.

Modellprojekt: Mit Europapark und Co. Erkenntnisse über das Infektionsgeschehen gewinnen

„Mit den Modellprojekten wollen wir wertvolle Erkenntnisse gewinnen, die wir in weitere Öffnungsüberlegungen und Lockerungen einbeziehen werden“, erklärte der Amtschef des Sozialministeriums, Uwe Lahl. Welcher Anwärter tatsächlich den Status als Modellprojekt bekommt, werde in enger Abstimmung mit den Gesundheitsämtern und den Kommunalen Landesverbänden getroffen. Nach Pfingsten solle Klarheit bestehen, welche Modellprojekte neben dem Europapark an den Start gehen.

Eigentlich hätte der Europapark erst in einer dritten Öffnungsstufe Besucher empfangen dürfen - also frühestens etwa einen Monat nach dem Außerkrafttreten der Bundesnotbremse im jeweiligen Kreis. Die vorgezogene Öffnung verdankt der Europapark dem Zuschlag zum Modellprojekt mit strengem Hygienekonzept, das der Ortenaukreis beim Land beantragt hatte. Das bedeutet konkret: Statt den möglichen 20.000 Besuchern empfängt der Europapark ab dem 21. Mai nur 3.000 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände des Vergnügungsparks. Alle Besucher müssen nachweislich negativ auf das Coronavirus getestet, geimpft oder genesen sein. Um die Distanz unter Besuchern sicherzustellen, setzt der Park, wie bereits 2020, auf Apps, die zum Beispiel Warteschlangen steuern.

Projekte wie im Europapark sollen zeigen, wie eine Zukunft mit weiter gesunkenen Corona-Zahlen aussehen könnte. Derzeit ist die Nachfrage nach Karten für den Vergnügungspark in Rust groß: Nachdem der Ticketverkauf für den Europapark startete, zeigte die Website häufig an, dass es eine lange Warteschlange gebe und Tickets erst später wieder verfügbar seien.

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