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Erzieherinnen-Proteste: Verdi mit klarer Forderung – „Jetzt sind sie dran“

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In Baden-Württemberg sind am Dienstag Hunderte Kitas wegen Warnstreiks im Erziehungs- und Sozialdienst geschlossen geblieben. Verdi zählte tausende Teilnehmer.

Stuttgart/Mannheim – Tausende Beschäftige von Kitas und sozialen Einrichtungen sind am Dienstag (8. März) für eine bessere und dynamischere Eingruppierung beim Entgelt, Ausgleich für Überlastung sowie mehr Weiterbildung auf die Straße gegangen. Viele Einrichtungen in Baden-Württemberg mussten am Dienstag deshalb geschlossen bleiben.

Es sei bedauerlich, dass für solche Forderungen Kitas bestreikt werden müssten, sagte Verdi-Landeschef Martin Gross in Stuttgart. Aber die pädagogischen Fachkräfte müssten jede Verbesserung selbst erkämpfen. In der Pandemie hätten sich viele Mitarbeiter angesteckt, aber die Beschäftigten von Kitas, Schulkindbetreuung, sozialen Diensten und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung hätten keine Corona-Prämien vom Staat erhalten. „Jetzt sind sie dran“, betonte Gross.

Gewerkschaft und Arbeitgeberverband wollen im März wieder verhandeln

Die nächsten bundesweiten Verhandlungen mit den kommunalen Arbeitgebern in Potsdam soll es am 21. und 22. März sowie am 16. und 17. Mai geben. Betroffen sind laut Verdi zwischen Main und Bodensee 45 000 Erzieherinnen in kommunalen Kitas sowie knapp 60 000 in Einrichtungen freier Träger. Hinzu kommen 32 000 Beschäftigte in sozialen Diensten und Einrichtungen. Die Arbeitgeber kritisierten den aus ihrer Sicht viel zu frühen Aufruf zu Arbeitsniederlegungen. (dpa/lsw)

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