Heidelberg, Konstanz und Co.

Erste Weihnachtsmärkte im Land öffnen trotz kritischer Corona-Lage

Heidelberger Weihnachtsmarkt
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Der Heidelberger Weihnachtsmarkt empfängt seit Donnerstag Besucher.

Die vierte Pandemie-Welle ist voll da und nimmt aktuell noch an Fahrt auf. Mit Verweis auf Hygiene-Konzepte und Buden im Freien laden in größeren Städten dennoch wieder die ersten Märkte zu Glühwein und Bratwurst.

Stuttgart (dpa/lsw) - Mit Punsch, Waffeln und Bratwurst locken die ersten Weihnachtsmärkte im Südwesten nach der Corona-Zwangspause im vergangenen Jahr wieder an ihre Buden. Trotz steigender Fallzahlen und der sich zuspitzenden Situation in den Kliniken empfangen die Märkte in Konstanz, Heidelberg und Freiburg seit diesem Donnerstag die ersten Besucherinnen und Besucher.

Auch für den Weihnachtsmarkt in Stuttgart mit seinen zahlreichen über die Innenstadt verteilten Buden gibt es seit diesem Donnerstag Klarheit. Vertreter von Stadt und Veranstalter einigten sich darauf, die Eröffnung des Markts am kommenden Mittwoch mit strengeren Auflagen beizubehalten.

Stände mit Essen und Trinken sollen in Stuttgart eingezäunt werden und nur mit der 2G-plus-Regelung zugänglich sein, wie ein Sprecher der Stadt erklärte. Damit müssen Geimpfte und Genesene dort zusätzlich einen Test vorweisen. Auf dem Markt soll es dazu mehrere Teststände geben. Die Zahl der Buden soll von 280 auf rund 190 reduziert werden und die Stände sollen mit mehr Abstand zueinander aufgestellt werden, wie es hieß. Man halte eine Durchführung des Stuttgarter Weihnachtsmarkts 2021 mit diesen Auflagen für durchführbar und vertretbar, sagte Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) in Stuttgart.

Neben dem Weihnachtsmarkt lockt in der Landeshauptstadt auch der «Christmas Garden» seit diesem Donnerstag die ersten Gäste. In der Wilhelma können Interessierte noch bis Mitte Januar abends durch eine kunstvolle Lichtinstallation spazieren. Dort gilt wie auch auf den meisten Märkten die strikte 2G-Pflicht mit Zugang nur für Geimpfte und Genesene.

Zum Start des Weihnachtsmarkts in Heidelberg verteidigte OB Eckart Würzner (parteilos) das Festhalten am Markt angesichts der Corona-Lage. Draußen im Freien sei die Übertragung des Virus extrem gering, sagte Würzner dem Südwestrundfunk. Voraussetzung sei aber, dass auf dem Weihnachtsmarkt die 2G-Regel gelte. Dann könne man das guten Gewissens auch zulassen, so das Stadtoberhaupt.

In einigen kleineren Städten wurden Weihnachtsmärkte indessen wieder abgesagt. So etwa in Isny im Allgäu und mehreren Gemeinden um Heidelberg wie Neckargemünd und Leimen. Auch Villingen-Schwenningen und Marbach im Kreis Ludwigsburg sagten ihre Märkte mit Verweis auf die Corona-Lage im Land ab.

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