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„Stuttgart, nie wieder!“ Wilhelma lässt Tourist aus Berlin an der Kasse abblitzen

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Von: Armin T. Linder

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Ein Tourist, der nach eigenen Angaben eigens aus Berlin zur Wilhelma nach Stuttgart gereist war, blitzte an der Kasse ab und zeigt sich stinksauer. Grund war sein Hund.

Stuttgart - Ein Zoo-Besuch will gut geplant sein, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Dieses Prinzip hat ein Tourist aus Berlin nun in der Wilhelma in Stuttgart offenbar missachtet. Er verzichtete darauf, sich durch die wichtigsten FAQ auf der Homepage zu wühlen oder sich kurz per Telefon zu erkundigen - und bezahlte das mit einer Menge Ärger. Nachzulesen in den Google-Bewertungen, wo er sich Luft verschaffte.

Wilhelma-Eingang Besucher
Besucher stehen auf diesem Archivfoto aus dem Jahr 2019 am Wilhelma-Eingang an. © via www.imago-images.de

Wilhelma in Stuttgart: Hunde sind verboten - doch ein Tourist wusste das nicht

Der Knackpunkt: Er wollte einen Hund mit in die Wilhelma nehmen. Das ist laut Homepage aber grundsätzlich nicht gestattet. „Nein, leider sind Hunde in der Wilhelma mit Rücksicht auf die Zootiere, aber auch auf andere Gäste nicht grundsätzlich erlaubt“, ist dort zu lesen. „Ausgenommen sind lediglich Assistenzhunde, ohne die ihre Besitzerinnen und Besitzer die Wilhelma nicht besuchen könnten.“

Laut Angaben des Besuchers, der sich anonym beschwert und dessen Angaben natürlich somit nicht zu verifizieren sind, durfte er mit Hund nicht rein - und ohne wollte er nicht. „Extra aus Berlin angereist, wurde uns der Eintritt wegen unseres handtaschengroßen Havanesers verwehrt“, schildert er. „Zur Aufbewahrung wurde uns eine Box angeboten. Die Begründung, der Hund könnte bellen und Tiere verschrecken, ist vollkommen absurd. Diese Gefahr geht ja dann wohl eher von den vielen unerzogenen, schreienden Kindern aus.“ Sein stinkiges Fazit: „Stuttgart, nie wieder!!!“

Havaneser-Hund
Wir müssen draußen bleiben: Auch kleine Havaneser-Hunde wie dieser (Symbolbild) dürfen nicht in die Wilhelma. © Sandra Dombrovsky/Imago

Hunde im Zoo erlaubt? Regeln sind sehr unterschiedlich

Sind Hunde erlaubt oder nicht? Das handhaben die großen Zoos in Deutschland ganz unterschiedlich. In den Zoo Berlin dürfen Hunde nicht, in den Tierpark der Hauptstadt schon. Im Tierpark Hellabrunn in München sind die Vierbeiner gestattet - wenn auch mit Einschränkungen: „Ihr Hund darf Sie gerne begleiten - an der kurzen Leine!“, ist auf der Homepage zu lesen. Es gibt in München noch weitere Verhaltensregeln zu beachten: Nur ein Hund pro Person! Keine Hunde-Gruppen! Kot selbst entsorgen! Das ist nur eine Auswahl der Vorgaben. Und weder dürfen Hunde in die Tierhäuser noch davor unbeaufsichtigt angebunden werden. Im Zoo Hannover ist auch ein Hund pro Besucher erlaubt - mit ähnlichen Regeln und nach Kauf einer Hunde-Eintrittskarte.

Wilhelma bietet Hundeboxen an - „nur als Notlösung“

Zurück zum Berliner Gast, der auf seinen Wilhelma-Besuch verärgert verzichtete: Dass er seinen Havaneser nicht in der Hundebox am Eingang lassen wollte, wird noch nachvollziehbarer, wenn man sieht, dass das auch auf der Homepage „nur als Notlösung“ bezeichnet wird. „Besser ist es, man lässt den vierbeinigen Freund von vornherein zu Hause in vertrauter Umgebung und guter Obhut.“ Wer weitere Wege auf sich nimmt, um mit Hund in einen Zoo zu gehen, sollte sich lieber doppelt informieren, wo die Gegebenheiten und Regeln dies zulassen. Die Sommer-Prognose zeigt schon mal Zoo-taugliches Wetter an - aber auch Unerfreuliches. (lin)

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