Weniger CO2-Ausstoß

EnBW will Kohlekraftwerk mit Gaskraftwerk ersetzen

Energiekonzern EnBW
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Das Logo des Energiekonzern Energie Baden-Württemberg (EnBW).

EnBW betreibt im Landkreis Esslingen ein Kohlekraftwerk. In naher Zukunft will der Energiekonzern dieses durch ein Gaskraftwerk ersetzen.

Stuttgart (dpa/lsw) - Der Energiekonzern EnBW will das Kohlekraftwerk Altbach/Deizisau im Landkreis Esslingen durch ein Gaskraftwerk ersetzen. «Die neue Anlage soll 2026 in Betrieb gehen», sagte EnBW-Technikvorstand Georg Stamatelopoulos am Dienstag in Stuttgart. Das neue Kraftwerk solle zunächst mit Erdgas betrieben werden. «Aber nur bis ausreichend Wasserstoff oder andere grüne Gase verfügbar sind.» Eine unternehmerische Investitionsentscheidung ist laut einer Mitteilung erst später geplant.

Biogase und andere grüne Gase setzen beim Verbrennen kein klimaschädliches CO2 frei. Stamatelopoulos sagte, die geplante Erdgas-Anlage dürfte 63 Prozent weniger CO2 ausstoßen als das bestehende Kohlekraftwerk.

Der Konzern will bis 2030 seine CO2-Emissionen bei der Energieerzeugung mindestens halbieren. Zielmarke für 2035 ist die Klimaneutralität - das heißt, dass die Kraftwerke im Betrieb kein CO2 mehr ausstoßen. Dafür setzt EnBW auch an weiteren Standorten auf Erdgas als Brücke. In Heilbronn und Stuttgart-Münster will das Unternehmen Mitte des Jahrzehnts ohne Kohle Energie produzieren. Das Kraftwerk in Stuttgart-Gaisburg wird bereits seit 2019 mit Erdgas statt Kohle betrieben.

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