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Tesla-Boss Elon Musk: Roboter sind wichtiger als E-Autos

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Von: Julian Baumann

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Elon Musk
Elon Musk hat große Pläne: Der Tesla-Boss will einen humanoiden Roboter bauen. Das sei wichtiger, als E-Autos. © Susan Walsh/AP/dpa

Das US-Unternehmen Tesla gilt als Pionier und Marktführer im Bereich der E-Autos. Konzernboss Elon Musk hat aber ein ganz anderes Lieblingsprojekt: Roboter.

Austin/Stuttgart - Die deutschen Autobauer Mercedes-Benz, VW, BMW und Co. müssen sich im Bereich der E-Autos vor allem mit Tesla messen. Das Unternehmen von Visionär Elon Musk gilt als Marktführer bei den batteriebetriebenen Modellen und stellt seit der Gründung ausschließlich E-Autos her. Tesla hat zwar noch nicht mal annähernd so viele Autos verkauft wie die genannten Traditionskonzerne aus Deutschland. An der Börse ist Tesla aber mehr wert als Mercedes, VW und BMW zusammen.

Im Jahr 2022 werde kein neues Tesla-Modell auf den Markt kommen, sagte Elon Musk in einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen am Mittwoch (26. Januar). Auch das lang versprochene „E-Auto für jedermann“, für den Kaufpreis von 25.000 Dollar, ist erstmal gar nicht mehr geplant. Stattdessen hat der selbsternannte „Technoking of Tesla“ ein neues Lieblingsprojekt, das noch in diesem Jahr erste Züge annehmen soll, wie das Teslamag berichtet.

Tesla: Humanoider Roboter „Optimus“ soll laut Elon Musk auch im Kerngeschäft helfen

Roboter kommen in der Autoindustrie bereits seit langem in der Produktion zum Einsatz. Der Autozulieferer Continental entwickelt zudem einen Roboter, der E-Autos mit Strom versorgen soll. Dass Elon Musk nicht nur einen herkömmlichen Roboter bauen will, sondern einen humanoiden, verwundert wenig. Schließlich mischt der Tesla-Boss seit einiger Zeit mit seinem Unternehmen Space-X auch in der Raumfahrt mit. Eine unkontrollierte Rakete von Elon Musk wird bald mit dem Mond kollidieren, wie ein Forscher herausfand. Obwohl humanoide Roboter, auch Cyborgs genannt, eher mit Science-Fiction und fremden Welten assoziiert werden, soll der Tesla-Roboter „Optimus“ beim Kerngeschäft des Autobauers helfen.

Laut dem Teslamag wurde der Roboter „Optimus“ von Tesla von vielen bislang eher als Marketing-Gag zur Anwerbung von KI-Experten aufgefasst. In der Telefonkonferenz bestätigte Elon Musk allerdings, dass er durchaus ernste Absichten für die Entwicklung eines solchen Roboters habe. „Optimus“ habe das Potenzial für Tesla wichtiger zu werden als E-Autos, sagte der Milliardär. Bei der Entwicklung profitiere man nicht nur von der eigenen Erfahrung mit Batterien und Sensoren, sondern könne die KI des Tesla-Autopiloten auch zur Steuerung verwenden. Noch im Jahr 2022 soll ein erster Prototyp präsentiert werden. Die ersten Tesla-Roboter sollen aber zunächst in den Fabriken eingesetzt werden.

Elon Musk priorisiert Roboter „Optimus“: Experten zeigen sich von Ankündigung befremdet

Bei der Telefonkonferenz am Mittwoch hofften viele Beobachter, dass Tesla in Person von Elon Musk neue Modelle ankündigen werde. Von der Ankündigung, die Entwicklung des Roboters „Optimus“ zu priorisieren, zeigten sie sich befremdet. Obwohl Tesla als Marktführer bei den E-Autos gilt, hinkt der Autopilot anderen Herstellern wie Mercedes-Benz weit hinterher.

Deshalb solle Tesla zunächst die KI-Probleme der Autopilot-Software lösen, bevor man diese für die Steuerung eines Roboters einsetze, lautete die Empfehlung. Laut Elon Musk gehe das aber Hand in Hand, weil Tesla die KI-Probleme beim autonomen Fahren ohnehin in den Griff bekommen müsse, berichtet das Teslamag.

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