Mutmaßlicher Rauschgifthändler

1.100 LSD-Trips: Polizei macht in Wohnung von 25-Jährigem in Stuttgart gruselige Entdeckung

MRT zeigt, welche Hirnregionen durch LSD aktiviert werden
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Stuttgart: In der Wohnung eines Drogenhändlers fand die Polizei 1.100 LSD-Trips - hier ein MRT eines Gehirns auf LSD
  • Anna-Lena Schüchtle
    vonAnna-Lena Schüchtle
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Nach umfangreichen Ermittlungen durchsuchte die Polizei am Donnerstag die Wohnung eines 25-Jährigen in Stuttgart-Vaihingen. Er soll angeblich mit LSD handeln. In der Wohnung fanden die Beamten jede Menge Drogen.

  • Die Polizei durchsuchte am Donnerstag in Stuttgart die Wohnung eines 25 Jahre alten Mannes, der unter Verdacht steht, mit Drogen zu handeln.
  • Umfangreiche Ermittlungen führten auf die Spur des Tatverdächtigen
  • In der Wohnung fanden die Beamten LSD und drogentypische Gegenstände. Nach dem Verdächtigen wird jetzt gefahndet.

Stuttgart - Baden-Württemberg und die Landeshauptstadt Stuttgart wurde in den vergangenen Wochen und Monaten Schauplatz von bisweilen gar skurrilen Drogendelikte. In Reutlingen sorgte beispielsweise eine kleine Cannabis-Plantage direkt vor dem Polizeirevier für erstaunte Blicke bei vorbeilaufenden Passanten. Ein Unbekannter hatte die Pflanzen vor der Polizei-Inspektion eingepflanzt, die etwa 25-30 Tage lange ungestört wachsen und gedeihen konnte, ehe der Scherz auffiel. Die Beamten merkten nichts.

Ebenfalls eine kuriose Begebenheit: Ein Mann in Rastatt wurde wegen Drogenbesitzes festgenommen. Die Polizei war ursprünglich nur wegen Ruhestörung bei dem Mann angerückt, fand in dessen Wohnung jedoch zufällig mehrere Kilogramm Rauschgift. Insbesondere in Stuttgart aber sorgte ein Fall für Aufsehen, als es Mitte Juni zu einer großangelegten Razzia der Polizei gegen einen organisierten Rauschgiftring kam. Eine Großfamilie betrieb in der Stuttgart eine Maschinerie des Verbrechens. Zur Hierarchie der Verbrecherbande sollen auch Minderjährige gehört haben.

Wohnungsdurchsuchung in Stuttgart - in Baden-Württemberg muss die Polizei immer wieder wegen Drogendelikten vorrücken

Nach einer Hausdurchsuchung machte die Polizei Stuttgart Ende Juni abermals einen irren Fund bei einer 17-Jährigen. In deren Zimmer befanden sich Drogen, Waffen und Tausende Euro in bar. Im Vorfeld waren mehrere Rauschgifthändler von den Beamten festgenommen worden. Ihre Ermittlungen hatten sie auf die Spur eines 35-Jährigen geführt, der seit Beginn des Jahres in Stuttgart mit synthetischen Drogen handelte. 

Am gestrigen Donnerstag rückte die Polizei in Stuttgart-Vaihingen nun in einem anderen Fall abermals vor, um die Wohnung eines mutmaßlichen Rauschgifthändlers zu durchsuchen. Im Vorfeld war gegen den 25 Jahre alten Tatverdächtigen umfangreich ermittelt worden, wie es in einer Pressemitteilung von Seiten der Beamten heißt. Die Durchsuchung der Wohnung des Mannes sei derer nach richterlich angeordnet gewesen.

Die Ermittlungen hatten ergeben, dass er offenbar regen Handel mit LSD betreibe. In der Wohnung in Stuttgart wurden die Polizisten fündig: Im Zuhause des mutmaßlichen Rauschgifthändlers beschlagnahmten sie laut eigener Angaben mehr als 1.110 LSD-Trips, mehrere Milliliter an flüssigem LSD sowie andere Utensilien, die in Zusammenhang mit Drogen stehen. Einzig den Tatverdächtigen selbst konnte die Polizei in seiner Wohnung nicht antreffen. Nach ihm wird nun gesucht.

Tatverdächtiger verschwunden - Polizei fahndet wegen Drogenbesitzes und mutmaßlichen Rauschgiftshandels

Drogenkriminalität ist in der Region Stuttgart ein verbreitetes Problem. Im Rausch sorgen Konsumenten immer wieder für Schlagzeilen. Im Mai führte beispielsweise eine Chaos-Fahrt unter Drogeneinfluss in Stuttgart-Plieningen zu einem Schaden von 60.000 Euro. Oft genug landet Rauschgift leider auch in den Händen Unschuldiger, häufig Minderjähriger. Ende Juni verstarb ein gerade mal 13-jähriger Junge aus Reutlingen wegen des Konsums von Ecstasy.

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