Nasser Sommer

Deutschland wird von Mückenplage heimgesucht

Mücken sitzen auf einem Arm und saugen Blut
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Plagegeister: Dieses Jahr gibt es in Deutschland besonders viele Stechmücken.
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Zwar hält der Herbst Einzug, doch die Mücken in Deutschland bleiben. Dieses Jahr gibt es besonders viele der lästigen Insekten.

Stuttgart - In den letzten Wochen bescherte uns das Wetter in Deutschland einen herrlichen Spätsommer. Spätestens diese Woche ist jedoch in der gesamten Bundesrepublik der Herbst eingekehrt. Obwohl der Sommer nun zu Ende ist, bleibt uns eines erhalten: die Stechmücken. Eine besonders gefährliche Art davon breitet sich nun auch noch in Baden-Württemberg aus: Die Tigermücke, das „tödlichste Tier der Welt“, überträgt gefährliche Viren.

Nerviges Surren in der Nacht und juckende Stiche - Stechmücken können einen um den Schlaf bringen. Bis in weit in den Herbst hinein rücken uns die Plagegeister auf die Pelle. Dieses Jahr sind besonders viele Mücken in Deutschland unterwegs, berichtet wetter.de.

Mücken in Deutschland: Die Plagegeister sind auch im Herbst noch aktiv

Im August und Anfang September gibt es so viele Hausmücken wie sonst nie im Jahr, berichtet das Wetter-Portal. Schuld daran ist der viele Regen in Deutschland in diesem Sommer. Die hohe Feuchtigkeit hat die Vermehrung der Mücken begünstigt. Mehrere Mückengenerationen konnten dadurch innerhalb von mehreren Wochen schlüpfen. Normalerweise wird ihre Zahl durch Wespen in Schach gehalten, da diese die Mücken fressen. Doch anders als letztes Jahr, in dem es viele Wespen gab, sind dieses Jahr verhältnismäßig wenige der Insekten unterwegs.

Jetzt wo es langsam kälter wird, zieht es die weiblichen Stechmücken in die Wohnungen und Häuser. Während die männlichen Vertreter noch vor dem Winter sterben, halten die Weibchen Winterruhe. Dafür suchen sie sich geschützte Stellen. Ein weiteres Insekt nistet sich im Herbst in deutschen Wohnungen ein: Die Stinkwanze kann zu einer Plage werden. Die meisten Mückenarten überwintern aber nach Angaben der Deutschen Wildtierstiftung draußen in Eiern, zum Beispiel in Schlamm, so wetter.de.

Im Frühjahr, wenn die Temperaturen wieder steigen, kriechen die Weibchen dann aus ihren Verstecken hervor, um sich zu vermehren. Eine gute Seite gibt es aber: Im Winter stechen die Mücken kaum, da die das Blut für den Nachwuchs brauchen. Denn eine Eiablage findet im Winter eher nicht statt. Völlig sicher ist man in der kalten Jahreszeit vor Mücken aber dennoch nicht. Es gibt Arten, die feuchtes Wetter sogar mögen und auch mit null Grad zurechtkommen. Auch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt überleben sie ohne Probleme. Stechen tun diese Arten aber glücklicherweise nicht.

Mücken in Deutschland: Das hilft bei Attacken

Doch was hilft gegen Stechmücken? Noch immer hält sich der Mythos, die Insekten würden von Licht angezogen werden. Diese Annahme wurde jedoch längst widerlegt. Richtig ist, dass es tag-, nacht- und dämmerungsaktive Mücken gibt. Es liegt also nicht am Licht, ob Stechmücken um uns kreisen, sondern daran, wann die Gattung unterwegs ist.

Die Mücken fühlen sich von bestimmten Gerüchen, wie etwa dem Kohlendioxid, das wir ausatmen, angezogen. Auch auf Schweißgeruch fliegen die Tierchen wortwörtlich. Aber auch stark parfümierte Duschgels oder Cremes locken Stechmücken an. Ätherische Öle schreckt die Mücken hingegen ab. Hier helfen Eukalyptus, Zitrus, Lavendel, Zedernholz oder Minze.

Helle Kleidung mögen sie ebenfalls nicht. Wer sich viel draußen aufhält, kann auch zu Anti-Mückensprays greifen. Ventilatoren können zudem helfen, die Tiere zu vertreiben. Sie wirbeln die Luft auf, verwirren die Insekten und machen es ihnen schwer zu fliegen.

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