2024 auf dem Markt

Daimler, BMW & Co. zittern vor E-Auto von Apple: „Bahnbrechend wie das iPhone“

Tim Cook spricht und faltet die Hände zusammen, hinter ihm prangt an einer schwarzen Wand das Apple-Logo.
+
Apple-Chef Tim Cook will 2024 ein E-Auto auf den Markt bringen.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
    schließen

Schon seit Jahren arbeitet Apple an einem selbst fahrenden E-Auto. Nun hat es laut Insidern große Fortschritte gegeben - zum Schrecken von Daimler und anderen deutschen Autobauern.

Stuttgart - In der Automobilbranche setzten die meisten Hersteller jetzt verstärkt auf das E-Auto. Die Daimler AG produziert völlig neue E-Auto-Modelle. Und auch Porsche stellte mit dem Taycan den ersten vollelektrischen Sportwagen vor. Die Zeit drängt, denn US-Rivale Tesla ist den deutschen Autobauern weit voraus. Jüngst mehrten sich gar Gerüchte, Tesla sei an einer Übernahme von Daimler interessiert.

Nun bekommen Daimler, BMW und VW auch noch Konkurrenz aus dem Hause Apple: Der Technologie-Konzern aus den USA arbeitet seit einigen Jahren an einem autonomen E-Auto, das schon bald auf den Markt kommen soll.

Daimler, BMW & Co. bekommen Konkurrenz: E-Auto von Apple könnte Branche revolutionieren

Seit Jahren tüftelt Apple an seinem Projekt „Titan“ und will damit den Markt für E-Autos revolutionieren, den die Daimler AG bei Mercedes Benz jahrelang unterschätzte. Schon im Jahr 2024 soll das selbst fahrende E-Auto von Apple marktreif sein. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Im Zentrum der Technologie steht angeblich eine völlig neue Super-Batterie. Diese soll laut einem Insider die Kosten „radikal“ senken und eine deutlich höhere Reichweite erzielen.

Auch die Daimler AG will die Entwicklung eigener Batterien für E-Autos vorantreiben. Doch dem US-Konzern Apple könnte auf diesem Gebiet längst der Durchbruch gelungen sein. „Wir haben ein neues Level erreicht“, zitierte Reuters eine im Projekt involvierte Person. „Das ist wie das erste Mal, als man ein iPhone sah.“ Offiziell lehnte Apple eine Stellungnahme zu dem neuen E-Auto ab. Die Apple-Aktie reagierte prompt positiv: Die Papiere legten am Dienstag rund zwei Prozent zu. Für die Daimler Aktie ging es dagegen erst einmal bergab.

Die Akkus des neuen Apple Car sollen Insidern zufolge nach einem einzigartigen „Monocell“-Design gebaut werden. Dabei besteht der Akku aus nur einer oder wenigen Zellen. Zudem prüft Apple den Einsatz der Lithium-Eisenphosphat-Technologie (LFP), bei der die Gefahr einer Überhitzung deutlich geringer ist als bei anderen Lithium-Ionen-Akkus.

„Wenn Apple einen Durchbruch bei den Batterien geschafft hat, könnte das ein wichtiger Schritt nach vorne sein, weil die Batteriekosten zu den Knackpunkten bei der Massenproduktion von Elektroautos gehören“, sagte Amit Daryani, Analyst der Investmentbank-Beratungsfirma Evercore, dem Manager Magazin. Daimler versucht die Kosten für E-Auto-Batterien auf anderem Wege zu drücken - in dem der Konzern die Produktion nach China verlegt. Laut Experten ein fataler Fehler.

Apple hatte im Rahmen des Titan-Projekts zunächst den Ansatz verfolgt, ein komplett eigenes E-Auto zu bauen. Zwischenzeitlich verlagerte der Konzern den Schwerpunkt auf Software. Unklar bleibt, wer für die Montage des Fahrzeugs zuständig sein wird. Auch deutsche Autobauer wie die Daimler AG oder Volkswagen waren im Gespräch. Reuters berichtet, dass Apple hier mit einem Partner zusammenarbeiten könnte. Es sei nicht ausgeschlossen, dass der US-Konzern sich auf das autonome Fahrsystem konzentriere und es in Autos eines traditionellen Herstellers einbaue.

Selbst fahrendes E-Auto von Apple: Gibt es einen Deal mit einem Hersteller?

„Es scheint mir dass Apple ein fortschrittliches Betriebssystem am besten in einer Partnerschaft mit einem bestehenden Hersteller entwickelt“, sagte auch Apple-Gesellschafter Trip Miller gegenüber Reuters. „Wie wir bei Tesla und den anderen Autoherstellern sehen, errichtet man ein komplexes Fertigungsnetzwerk nicht über Nacht.“

Zwischenzeitlich führte Apple Gespräche über die Fertigung eines Autos mit Magna International. Magna ist ein kanadisch-österreichischer Automobilzulieferer mit Hauptsitz in Kanada. Ob der Mega-Konzern mit Apple kooperieren will, wurde von Unternehmensseite aber noch nicht bestätigt.

Laut Reuters ist die neue Batterie-Technologie von Apple schon jetzt „bahnbrechend“. Neben traditionellen Fahrzeughersteller wie Daimler, BMW und VW beobachtet auch E-Gigant Tesla die neuen Entwicklungen genau. Ob das selbst fahrende Apple-Auto tatsächlich schon 2024 auf den Markt kommt, ist aber noch nicht ganz sicher. Die Corona-Pandemie könnte zu einer Verzögerung der Pläne bis 2025 oder später führen, meinen Insider.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare