Nach dem EQS kommt der EQB

Daimler baut E-Auto mit Sitzreihe, in die nur Menschen unter 1,65 Meter passen

  • Sina Alonso Garcia
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Die Daimler AG hat in China eine weitere Mercedes-Weltneuheit präsentiert. Der elektrische SUV EQB soll vor allem familienfreundlich sein. In einer Reihe finden sogar nur die Kleineren Platz.

Stuttgart - Erst kürzlich stellte die Daimler AG in einer virtuellen Premiere ihre elektrische Luxuslimousine EQS vor. Auf der Messe Auto Shanghai 2021 präsentierte Mercedes-Benz nun eine weitere Elektro-Neuheit: Den SUV EQB, der noch in diesem Jahr auch in Deutschland zu haben sein soll. Als elektrisches Schwestermodell des erfolgreichen GLB könnte der EQB sich schon bald zum Verkaufsschlager entwickeln.

Der EQB ist alles in allem sehr familienfreundlich gestaltet. Über eine klappbare, dritte Sitzreihe lässt sich der insgesamt 4,69 Meter lange SUV vom Fünf- zum Sieben-Sitzer erweitern. Einen Haken gibt es jedoch: In der dritten Sitzreihe findet nur eine bestimmte Personengruppe Platz. So dürfen dort laut Mercedes-Benz nur Personen mit bis zu 1,65 Metern Körpergröße sitzen. Optisch erinnert der EQB stark an sein Schwestermodell mit Verbrennungsmotor. Wie bei allen Mercedes-EQs ist auch beim EQB ein schwarzer Grill mit Zentralstern und ein Leuchtenband vorne und hinten verbaut.

Mercedes EQB: Ladezeit für den elektrischen SUV beträgt rund 30 Minuten

In China wird der EQB ausschließlich als Allradler mit 215 kW auf den Markt kommen. In Deutschland und Europa soll die Palette „mehrere Modelle mit Front- und Allradantrieb, verschiedene Leistungsstufen mit zum Teil über 200 kW sowie Batterien mit einer nutzbaren Kapazität ab 66,5 kWh umfassen“, so Mercedes. Auch eine besonders reichweitenstarke Version sei geplant. Aufgeladen wird der EQB wie der EQA mit bis zu 11 kW Wechselstrom und bis zu 100 kW Gleichstrom. Die Ladezeit beträgt rund 30 Minuten.

Die E-Auto-Offensive von Mercedes kommt nicht von ungefähr: Daimler schafft den Verbrenner früher ab als erwartet. Wie CEO Ola Källenius unlängst offenbarte, sollen im Jahr 2030 die Hälfte aller verkauften Autos elektrisch oder als Hybride fahren, bis 2025 bereits ein Viertel. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir diese Ziele nach oben korrigieren werden“, sagte Källenius dem Handelsblatt.

Rubriklistenbild: © Mercedes-Benz AG

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