Luxusauto von Daimler

„Das traut sich nicht mal Tesla“: Auto-Experte nach Testfahrt mit neuer Mercedes S-Klasse erstaunt

  • Valentin Betz
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Die Daimler AG setzt wieder mehr auf Luxus. Dazu passt die neue Mercedes S-Klasse, die auch als E-Auto auf den Markt kommt - und Tesla Konkurrenz machen soll.

Stuttgart - Die Daimler AG hat unlängst ihre neue Strategie präsentiert, mit der sie wieder mehr auf Luxusautos setzen will. Ein Paradebeispiel für diesen Plan ist die S-Klasse der Daimler-Tochter Mercedes-Benz. Das Modell des Fahrzeugherstellers aus Stuttgart wird es als Verbrenner, Plug-in-Hybrid und E-Auto geben.

Nicht zuletzt damit erklärte Daimler Tesla im Kampf ums E-Auto den Krieg. Allerdings waren schon bei der Präsentation des neuen Luxusautos die Meinungen gespalten. Ein Detail der Mercedes S-Klasse erinnert verdächtig an Konkurrent Tesla. Denn anstatt einer klassischen Mittelkonsole bekommt die S-Klasse einen Touchscreen - so wie es US-Hersteller Tesla seit langem bei seinen Modellen macht.

Im Netz wurde die Mercedes S-Klasse schon als „Tesla-Kopie“ beschimpft. Doch bei einer Testfahrt stellte jetzt ein Experte des Spiegel fest, dass Daimler in einem Bereich sogar mutiger ist, als der US-Hersteller Tesla.

Daimler AG: Neue Mercedes S-Klasse bekommt sogar eigene Fabrik

Wenig überraschend schwärmt Daimler-CEO Ola Källenius auf der Homepage von Mercedes-Benz von der neuen S-Klasse. „Die S-Klasse ist die meistverkaufte Luxuslimousine der Welt. Mit der neuesten Generation wollen wir unseren Kunden Innovation, Sicherheit, Komfort und Qualität bieten wie noch nie zuvor“, so Ola Källenius.

Am Daimler-Standort Sindelfingen hat der Konzern deshalb eine eigene Fabrik für die Produktion der S-Klasse gebaut, die Factory 56. Dort überwacht Daimler mit einem neuen System Mitarbeiter jede Sekunde. Im Werk Sindelfingen laufen aber noch mehr Modelle von Daimler vom Band. Auch ein Mercedes-Rennwagen mit 730 PS wird in Sindelfingen produziert.

Der Spiegel-Experte ist nach der Testfahrt äußerst angetan von der Mercedes S-Klasse. Bei seiner unabhängigen Berichterstattung wurde er zwar von Mercedes-Benz unterstützt. Ein Detail beeindruckt ihn aber besonders, weil selbst Tesla dabei nicht so weit geht.

Testfahrt mit Mercedes S-Klasse: Daimler beeindruckt mit dem Autopiloten

Die Testfahrt des Spiegel-Experten mit der Mercedes S-Klasse beginnt mit dem Autopiloten. Das Fahrzeug fährt im Parkhaus am Stuttgarter Flughafen selbständig vor - ohne Insassen. „Das traut sich bislang nicht mal Tesla, obwohl die Amerikaner sonst bei ihrem Autopiloten wenig Skrupel haben“, schreibt der Spiegel dazu.

Laut Spiegel-Experte soll die Mercedes S-Klasse in Zukunft selbstständig auf der Straße fahren können. Auf der Autobahn und bis Tempo 60 soll der Fahrer dabei das Mobiltelefon zücken können oder ein Magazin lesen - die S-Klasse steuert dann komplett selbst. Wobei zwischen einer kurzen Strecke im Parkhaus und einer langen Fahrt auf der Autobahn doch ein großer Unterschied besteht.

Die Daimler AG hat am Mittwoch die neue Mercedes-Benz S-Klasse vorgestellt

Darüber hinaus macht die Mercedes S-Klasse der Bezeichnung Luxusauto alle Ehre. Neben „vierdimensionalem“ Sound, den man dank Vibrationen auch in den Sitzen spürt und beheizten Nackenkissen hat das Fahrzeug von Daimler auch ein 2,6 Millionen Pixel starkes Digital-Licht, so der Spiegel. Ob das nun technische Innovationen oder unnötige Spielereien sind, sei dahingestellt.

Mercedes S-Klasse: Luxusauto von Daimler kommt mit verschiedenen Antriebsarten

Fest steht, dass bereits die neue S-Klasse mit Verbrennungsmotor, die vom Spiegel getestet wurde, auch beim Preis die Bezeichnung Luxusauto verdient. Das günstigste Modell kostet mehr als 96.000 Euro, eine Variante mit 435 PS sogar über 117.000 Euro.

Im Frühjahr bietet Daimler die Mercedes S-Klasse auch als Plug-in-Hybrid an. Die E-Auto Variante wird erst Ende 2021 erwartet. Die noch geheime elektrische Mercedes S-Kasse wurde bereits jetzt beim Laden gefilmt. Ein Autoexperte zeigte sich danach beeindruckt von der Ladeleistung des E-Autos.

Rubriklistenbild: © Mercedes-Benz AG - Global Communications

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