Neustart für den EQC?

Miese Verkaufszahlen: Daimler senkt Preis für E-Auto drastisch, um Kunden zu locken

Der elektrische SUV EQC von Mercedes-Benz bei der Wintererprobung in Schweden.
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Der EQC hatte bislang enttäuschende Verkaufszahlen - eine Preissenkung soll nun mehr Kunden anlocken.
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Mit dem EQC stellte die Daimler AG ihren ersten elektrischen SUV vor, der wurde jedoch schnell zum Ladenhüter - nun senkt der Konzern den Preis für das E-Auto, um mehr Kunden anzulocken.

Stuttgart - Die Daimler AG verkündete vor wenigen Tagen einen historischen Schritt. Der weltbekannte Konzern aus der Landeshauptstadt Stuttgart wird sich aufspalten. In Zukunft soll die Pkw- und Van-Sparte unter dem Namen Mercedes-Benz AG weiterhin am Standort in Untertürkheim Autos bauen, während die Lkw-Sparte als Daimler Truck AG ebenfalls an die Börse gehen soll. In Zukunft wird demnach die Mercedes-Benz AG die elektrische Reihe EQ fortführen, die bislang noch sehr überschaubar ist. Aktuell wird die elektrische Version des Flaggschiffs S-Klasse mit Spannung erwartet. Das E-Auto soll zum Super-Konkurrenten für Tesla werden.

Die Daimler AG will mit der elektrischen Reihe EQ nicht nur den Vorstoß in die E-Mobilität weiter ausbauen, sondern auch neue Kundengruppen erreichen. Bislang war der Konzern für die Verbrenner-Modelle bekannt und setzte in der Vergangenheit auch auf die wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle. Daimler kündigte bereits im vergangenen Jahr an, im Jahr 2021 drei neue E-Auto-Modelle auf den Markt bringen zu wollen.

Den Start machte der erste elektrische SUV EQC, der jedoch relativ schnell zum Ladenhüter und sogar intern als „Rohrkrepierer“ bezeichnet wurde. Womöglich deshalb entschloss sich der schwäbische Hersteller nun auch, den Flop-SUV vorerst nicht in den USA zu verkaufen. Nun senkt Daimler jedoch den Preis für das E-Auto drastisch und erhofft sich dadurch vermutlich eine größere Nachfrage, wie das Portal t3n.de berichtet.

Daimler AG: Neuer Anlauf für den EQC - E-Auto ist jetzt förderfähig

Nach dem Flop des ersten E-SUV EQC stellte die Daimler AG zu Beginn des aktuellen Jahres bereits ein neues E-Auto der Reihe EQ vor. Daimler stand beim Mercedes EQA jedoch unter Druck und der neue E-SUV traf ebenfalls auf gemischte Meinungen. Nun soll eine Preisreduzierung beim EQC den holprigen Start des großen Stuttgarter Konzerns in die E-Mobilität auffangen. Der Autobauer kündigte an, den Preis für den EQC europaweit einheitlich zu gestalten und von bislang 71.281 Euro auf 66.068,80 Euro zu senken. Das sind zwar nur die Mindestpreise, die je nach Ausstattung auch höher liegen können, der Nettopreis befindet sich damit jedoch unter 65.000 Euro.

Damit ist der EQC der Daimler AG auch förderfähig und wird für Nutzer der E-Auto-Prämie attraktiv. Bei einem Nettopreis unter 65.000 Euro gibt es einen Bonus von der Bundesregierung. Der Bund gibt für E-Autos in dieser Preisklasse einen Bonus von 5.000 Euro und Mercedes selbst einen Bonus von 2.500 Euro, berichtet t3n.de. Demnach wäre der Mercedes EQC nach Abzug für einen effektiven Preis von 58.093,80 Euro zu haben. Ob sich der elektrische SUV mit der Preissenkung besser verkauft, muss sich zeigen. Immerhin ist mit dem EQA für rund 48.000 Euro bereits ein günstigerer wenn auch kleinerer E-SUV der Daimler AG auf dem Markt.

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