Pläne für die E-Mobilität

Daimler baut drei neue E-Auto-Modelle - mit auffallender Ähnlichkeit zu Tesla

  • Julian Baumann
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Die Daimler AG setzt ihren Fokus zunehmend auf die Produktion von E-Autos. Im Jahr 2021 sollen drei neue Modelle produziert werden - zum Teil auch im Ausland.

Stuttgart - Die Daimler AG mit Sitz in der Landeshauptstadt Stuttgart befindet sich im Wandel hin zur E-Mobilität. Die Umstrukturierung stellt vor allem viele Mitarbeiter des Konzerns vor Probleme. Daimler kündigte beispielsweise an, die Produktion von Verbrennern im ältesten deutschen Werk nach 118 Jahren einzustellen.

Dadurch sind Tausende Jobs in Gefahr. Die Mitarbeiter des in Berlin-Marienfelde legten im Kampf um ihre Arbeitsplätze kürzlich das ganze Werk lahm. Auch das Stammwerk in Untertürkheim soll durch die Umstrukturierung massiv eingedampft werden.

Die Daimler AG hält jedoch weiter an dem Plan fest und kündigte an, bereits im nächsten Jahr drei neue rein elektrische Modelle produzieren zu wollen, wie der Konzern in einer Pressemitteilung verkündete. Mit der neuen Marke EQ will Mercedes vor allem neue Kundengruppen erreichen. EQ solle dabei als Hightech-Marke wahrgenommen werden, heißt es. Eine Nische, die bislang von US-Gigant Tesla besetzt ist.

Daimler AG: Drei neue E-Modelle ab nächstem Jahr

Die Daimler AG stellte in diesem Jahr die neue Version der S-Klasse in der „Factory 56“ in Sindelfingen bei Stuttgart vor. Das Flaggschiff von Tochter-Unternehmen Mercedes-Benz wurde nach der Vorstellung kritisch aufgenommen und stellenweise als „Tesla-Kopie“ bezeichnet. Im Jahr 2021 soll in dem modernen Werk in Sindelfingen auch die rein elektrische Version der S-Klasse - die EQS - in Produktion gehen. Laut der Mitteilung soll die Produktion bereits im ersten Halbjahr beginnen.

In der zweiten Jahreshälfte 2021 folgt dann das Modell EQE, dass zunächst in Bremen, später jedoch in Peking hergestellt werden soll, wie die Daimler AG mitteilte. Die zunehmende Verlagerung der Produktion ins nicht-europäische Ausland sorgt bei der Belegschaft des Autobauers ebenfalls für Unmut und ist umstritten. Erst kürzlich wurde offiziell bestätigt, dass das Smart-Werk im französischen Hambach an einen britischen Milliardär verkauft wird. Die E-Smarts sollen zukünftig ebenfalls in China produziert werden.

Und auch der dritte Modellanlauf für 2021 - der Kompaktwagen EQB - wird zwar zunächst in Kecskemét (Ungarn) gebaut, die Produktion soll dann jedoch auch nach Peking verlegt werden.

Daimler AG: Neue SUV-Modelle für 2022 angekündigt

Erst vor wenigen Wochen kündigte die Daimler AG an, eine komplett neue Fahrzeugklasse auf den Markt bringen zu wollen. Der Autobauer will die beiden bekanntesten Karosserieformen der Welt kreuzen und aus dem Sport Utility Vehicle (SUV) und der Limousine die Sport Utility Limousine (SUL) machen. Neben der SUL sollen im Jahr 2022 jedoch auch noch zwei rein elektrische SUV-Modelle auf den Markt kommen. Laut der Daimler-Pressemitteilung bereitet sich das Mercedes-Benz Werk in Tuscaloosa (USA) bereits auf die Produktion des EQE SUV und EQS SUV vor. Die Modelle sollen zukünftig gemeinsam mit SUVs mit konventionellem und Plug-in-Hybridantrieb hergestellt werden.

Insgesamt plant die Daimler AG demnach bis 2022 die Produktion von acht elektrischen Fahrzeugen. Laut Konzernangaben läuft die Herstellung von drei Modellen bereits. Der EQC wird seit 2019 in Bremen und Peking gebaut und die Großraumlimousine EQV im Werk in Vitoria (Spanien). Auch in Rastatt ist die Produktion bereits angelaufen. Der Kompaktwagen EQA soll jedoch erst Anfang 2021 auf den Markt kommen.

Rubriklistenbild: © Mercedes-Benz AG - Global Commun

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