Luxus-Limousine

Daimler: Diesen Protz-Mercedes fährt der nächste Bundeskanzler - er kostet 547.400 Euro

Mercedes-Benz S 680 Guard von vorne.
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Platz da! Der Mercedes S 680 Guard mit unauffällig integrierten und abnehmbaren Blaulichtern.
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Das neue Daimler-Fahrzeug des künftigen Bundeskanzlers ist wahrlich ein Wolf im Schafspelz: Der Mercedes beeindruckt mit gepanzerter Karosserie und viel Luxus.

Stuttgart/Berlin - Wer wird Deutschlands neuer Bundeskanzler? Diese Frage steht momentan noch aus. Nach der Bundestagswahl am 26. September finden noch immer Sondierungsgespräche statt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit macht Olaf Scholz (SPD) das Rennen. Auch wenn noch nicht endgültig entschieden ist, wer künftig an der Spitze Deutschlands steht, eine Sache ist schon jetzt sicher: Welches Auto er fahren wird - einen Mercedes Benz.

Der Fuhrpark des Bundeskanzlers gibt einiges an Luxus-Wagen her. Stets in der Garage vertreten: die Daimler AG. Angela Merkel etwa wurde unter anderem in einem Mercedes S600 Guard chauffiert. Der nächste Mercedes im Kanzleramt soll ebenfalls eine Sonderschutzversion sein. Im Mercedes S680 Guard soll sich der nächste Kanzler besonders sicher fühlen können. Das lässt sich der Autobauer aus Baden-Württemberg allerdings einiges kosten.

So sieht es im Innenraum des Mercedes S 680 Guard aus.

Gepanzerter Mercedes: So teuer ist der Luxus-Daimler

Seine Weltpremiere feierte der S 680 Guard 4MATIC auf der IAA in München. Dort stellte Daimler auch den Maybach EQS vor und gab einen Ausblick auf die Elektrifizierung der Luxus-Marke. 

Eine gute Nachricht für Daimler-Fans vorab: Mann muss kein Politiker sein, um den Panzer mit Mercedes-Stern erstehen zu können. Man braucht nur das nötige Kleingeld. Genauer gesagt 547.400 Euro, schreibt das Handelsblatt. Damit ist der S680 Guard dreimal so teuer wie eine konventionelle S-Klasse. Außerdem braucht man einen speziellen Führerschein, um den rollenden Panzer fahren zu dürfen. Mit einem Gewicht von 4,2 Tonnen zählt die luxuriöse S-Klasse nämlich nicht mehr zu den Personenkraftwagen.

Für sein Geld bekommt man allerdings auch das Maximum an Sicherheit und Komfort geboten. Wie Mercedes-Benz in einer Pressemitteilung schreibt, ist der S 680 Guard 4MATIC die erste Guard Limousine des Autobauers aus Stuttgart mit Allradantrieb und wird von einem V12-Motor mit 612 PS angetrieben, der eigentlich bisher nur im Maybach verbaut wurde. „Der S 680 Guard 4MATIC ist eines der am stärksten kundenorientierten Produkte von Mercedes-Benz. Denn dieses Sonderschutzmodell stellt den Menschen und seine Sicherheit in den Fokus“, so Dirk Fetzer, Leiter Produktmanagement S-Klasse. „Keine andere Serienlimousine erfüllt ebenso vollumfänglich die höchste Schutzklasse für Zivilfahrzeuge.“

Besondere Mercedes S-Klasse: Der Wagen hält sogar Sturmgewehren Stand

Um die S-Klasse besonders robust zu machen, haben sich die Entwickler einiges einfallen lassen. Das Modell erfüllt die Anforderungen der höchsten zivilen Schutzklasse VR10. Karosserie und Scheiben müssen dabei einem Beschuss aus einem Sturmgewehr mit entsprechender Stahlhartkern-Munition standhalten. 

Für den S 680 Guard wurde ein spezifischer Rohbau aus Schutzelementen entwickelt, ein integriertes Schutzsystem (iSS). „Diese selbsttragende Schutzzelle ist der Kern des iSS“, schreibt Mercedes. Die Außenhaut aus Alu dient als Designhülle und sorgt zudem für eine unauffällige Optik. Neben den nicht sichtbaren Panzerelementen wurden auch die Scheiben gegen Angriffe und Geschosse gesichert. Auf der Innenseite sind die Scheiben mit einem Polycarbonat-Splitterschutz beschichtet. Diese fallen auf den ersten Blick ebenfalls nicht auf.

Die Luxusstrategie von Daimler erntete zuletzt viel Kritik. Deutschlands künftiger Kanzler soll aber nicht nur sicher durch die Straßen fahren, sondern auch mit Komfort. Der Mercedes S 680 Guard ist als Vier- und Fünfsitzer erhältlich. Über 80 Individualisierungsmöglichkeiten des Innenraums der S-Klasse sind möglich. Von aktiver Ambientebeleuchtung, Media-Display mit OLED-Technologie bis hin zum First-Class-Fond und Fond-Airbag kann bis ins kleinste Detail alles ausgewählt werden. „Bei Zierteilen und Farbkombinationen gibt es fast keine Einschränkungen. Sonderausstattungen, die dem Schutzzweck widersprechen, etwa ein Schiebedach, sind allerdings nicht erhältlich“, heißt es in der Pressemitteilung. Auf kühle Getränke muss der Kanzler künftig auf Dienstfahrten nicht verzichten: Auf Wunsch kann man die S-Klasse mit Kühlschrank im Fond in der Mittelarmlehne bestellen.

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