Autoverkauf endet im Dilemma

Daimler: Mann will Mercedes verkaufen - am Ende hat er weder Geld noch Auto

Fahrzeugausstellung bei Mercedes-Benz in Bonn.
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Ein Mann wollte eigentlich nur seine Mercedes-S-Klasse verkaufen, steht jetzt jedoch ohne Auto und Geld da (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Die Mercedes-S-Klasse ist das Aushängeschild der Daimler AG. Als ein Mann seine Luxuslimousine mit Stern verkaufen will, endet es im Dilemma.

Stuttgart/Kingston upon Hull - Die Daimler AG ist weltweit vor allem für die Marken von Tochter-Firma Mercedes-Benz bekannt. Nach der vollzogenen Spaltung des Autokonzerns aus der Landeshauptstadt Stuttgart wird die bis dato als Pkw-Sparte fungierende Mercedes-Benz AG eigenständig sein. Das Aushängeschild der Marke mit dem Stern ist seit jeher die Luxuslimousine S-Klasse, deren aktuelle Fahrzeuggeneration im vergangenen Jahr vorgestellt wurde. Wie wichtig das Modell für die Schwaben ist, zeigt auch der EQS, das elektrische Pendant, mit dem die Daimler AG eine völlig neue Ära einläutete.

Die weltweite Chipkrise macht aktuell auch der Daimler AG schwer zu schaffen. Der Autobauer konnte den Verlust allerdings abfedern, indem er auf eine Luxusstrategie setzte. Das bedeutete, dass Premiumfahrzeuge wie die S-Klasse oder der EQS bevorzugt gebaut wurden. Dadurch erreichten die Stuttgarter trotz Chipkrise einen hohen Gewinn im aktuellen Quartal. Ein Mann aus England wollte dagegen nur eine einzelne S-Klasse an einen Autohändler verkaufen. Am Ende stand er jedoch ohne Geld und ohne Auto da, wie 24auto* berichtet.

Daimler AG: Mann will S-Klasse verkaufen - doch der Deal platzt

Die aktuelle Fahrzeuggeneration der Mercedes-S-Klasse der Daimler AG ist als Neuwagen nicht für unter 100.000 Euro zu haben. Ältere Modelle können deutlich günstiger erstanden werden. Pandi Qerreti aus Kingston upon Hull in England wollte seine S-Klasse bei einer Filiale eines Autoankauf-Unternehmens verkaufen und erhielt auch einen zunächst lukrativ erscheinenden Deal. Der Besitzer eines Cafés in der englischen Stadt verkaufte seine Limousine mit dem Stern für umgerechnet 38.500 Euro. Demnach schien der Kaufvertrag erfolgreich abgewickelt worden zu sein, am nächsten Morgen kam jedoch der erste bittere Rückschlag.

Laut 24auto* erhielt Pandi Qerreti am Morgen nach dem Verkauf seiner Mercedes-S-Klasse eine E-Mail des Autoankauf-Unternehmens. Darin wurde ihm mitgeteilt, der Deal sei geplatzt. Als Grund gab der Käufer an, dass Qerreti selber ein professioneller Autohändler sei. Er sei nur für sehr kurze Zeit im Besitz der Luxuslimousine der Daimler AG gewesen, was gegen die Richtlinien des Kaufvertrags verstieße. Der Café-Betreiber sollte deshalb zurück zur Filiale des Unternehmens kommen und sein Auto wieder abholen.

Daimler AG: Nach Verkauf einer S-Klasse steckt Verkäufer in einem Dilemma

Demnach müsste Pandi Qerrenti seine bereits verkaufte S-Klasse der Daimler AG wieder abholen und könnte sich dann erneut auf die Suche nach einem Käufer für die Limousine machen. Per E-Mail kam dann allerdings der nächste erschreckende Rückschlag. Diesmal kam die Benachrichtigung von der britischen Verkehrsbehörde, die Qerrenti mitteilte, dass er die S-Klasse nicht abholen könne, da er sie ja offiziell verkauft habe. Dadurch wechselte der Besitzanspruch der Limousine an den Käufer.

Für Pandi Qerrenti bedeutet das, dass er das Geld für seine S-Klasse der Daimler AG nicht erhält, da der Deal laut dem Käufer geplatzt ist. Auf der anderen Seite erhält er jedoch auch sein Auto nicht zurück, da dieses bereits den Besitzer wechselte. Der Mann, der eigentlich nur seine Mercedes S-Klasse verkaufen wollte, steht letztendlich ohne Auto und ohne Geld da. Laut 24auto* kann er aktuell aus finanziellen Gründen auch sein Café nicht mehr öffnen. Qerrenti ist „gestresst und sehr enttäuscht“ und will nun andere Autoverkäufer warnen. „Sie haben meine Zeit verschwendet. Ich will meinen Fall öffentlich machen, um andere davor zu warnen.“ *24auto ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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