E-Mobilität

Daimler-Manager hält größtes Problem von E-Autos für endgültig gelöst

Das Modell Mercedes EQS wird vorgestellt.
+
Mit den batterieelektrischen Modellen der EQ-Reihe will Mercedes-Benz künftig die Straßen erobern (hier der EQS).
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
    schließen

Die Daimler AG bringt im Herbst das elektrische Flaggschiff EQS auf den Markt. Laut eines Managers des Autobauers ist das größte Problem der E-Autos damit gelöst.

Stuttgart - An E-Mobilität wird man in den kommenden Jahren nicht vorbeikommen. Der Trend hin zu E-Autos und weg von umweltschädlichen Verbrennermotoren ist nicht mehr aufzuhalten. Auch große Automobilkonzerne wie die Daimler AG ziehen dabei mit. Bereits ab 2030 will Daimler nur noch elektrisch betriebene Fahrzeuge produzieren.

Auch wenn die E-Autos immer innovativer und besser werden - ein großes Problem stellt die Autobauer noch immer vor Herausforderungen. Doch nun scheint eine Lösung gefunden worden zu sein.

Daimler-Manager: „Der Markt befindet sich gerade erst in der Hochlaufphase“

Mit den batterieelektrischen Modellen der EQ-Reihe will Daimler-Tochter Mercedes-Benz künftig die Straßen erobern. Neben den bereits erschienenen E-SUVs und dem Kleinbus soll die Oberklasselimousine EQS und die kleinere Variante EQE den Markt erobern. Letzteres Modell stellte der Konzern aus der Landeshauptstadt Stuttgart erst vor wenigen Wochen auf der Automesse IAA in München vor - mit großem Erfolg. Der neue EQE ließ die Fans förmlich ausflippen.

Auf die große Bandbreite seiner elektrisch betriebenen Fahrzeuge ist der Autobauer stolz. „Unser Portfolio ist mittlerweile so breit aufgestellt, dass wir alle Anforderungen in Fuhrparks erfüllen“, sagt Frank Kemmerer, Leiter das Flottenkundengeschäfts bei Daimler, dem Handelsblatt. Damit wolle man im Premiumbereich von E-Autos in Führung gehen, erklärt er weiter. „Der Markt befindet sich gerade erst in der Hochlaufphase.“

Problemlösung bei Daimler: „Die Frage nach der Reichweite stellt sich damit gar nicht mehr“

Ein Problem der elektrisch betriebenen Wagen schreckt viele potenzielle E-Auto-Käufer jedoch häufig ab: die Reichweite. Im Vergleich zu Verbrennern kommt ein E-Auto nicht annähernd so weit. Führend war hier bisher Tesla. Mit Reichweiten von über 500 Kilometern war der Konzern in diesem Bereich marktführend. Doch auch Daimler war in der Entwicklung nicht untätig. Dieses Problem will der Autobauer aus Baden-Württemberg nun gelöst haben, wie Kemmerer dem Handelsblatt sagt.

Die Lösung der geringen Reichweiten: Größere Batterien. Hierauf setzten bereits auch andere deutsche Autohersteller. BMW etwa verspricht mit seinem SUV iX dank größerer Batterie künftig eine Reichweite von rund 600 Kilometern. Das kann Mercedes sogar noch toppen: Bis zu 770 Kilometer weit soll das Flaggschiff EQS dank größerer Batterien fahren können. Damit wäre Daimler-Manager Kemmerer zufolge das bisher größte Problem von E-Autos gelöst: „Die Frage nach der Reichweite stellt sich damit gar nicht mehr.“

Der voranschreitende Ausbau vom Ladenetz in Deutschland und Europa spielt den Autobauern ebenfalls in die Karten. Auch Daimler-Chef Ola Källenius nannte den Ausbau eine der wichtigsten Voraussetzungen, um den Erfolg von E-Autos voranzutreiben. Angst müssen E-Autofahrer inzwischen nicht mehr haben, wegen leerer Batterien liegenzubleiben. Eine neue Erfindung könnte das Laden von E-Autos revolutionieren. Ein Unternehmen aus Österreich hat sich eine Möglichkeit ausgedacht, E-Autos kabellos laden zu können.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare