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Mercedes-Benz-Vergleich zwischen Obama und Trump sorgt im Netz für Lacher

  • Sabrina Hoffmann
    vonSabrina Hoffmann
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Der Ruf der Daimler-Tochter Mercedes-Benz hat in jüngster Zeit gelitten - Dieselskandal und E-Auto-Schlappe sei Dank. Doch wie ein Bild von Barack Obama und Donald Trump zeigt, wird die Marke in den USA nach wie vor bewundert.

  • Die Daimler AG machte zuletzt mit Sparmaßnahmen und drohenden Entlassungen Schlagzeilen
  • Die einst stolze Marke Mercedes-Benz hat durch den Dieselskandal und fehlende Innovationen das Vertrauen vieler Kunden verloren
  • Doch nun zeigt ein witziger Vergleich von Barack Obama und Donald Trump, dass die Automarke aus Stuttgart nach wie vor Strahlkraft hat

Stuttgart/Washington - Die Daimler AG steckt in der Krise. Mit Mercedes-Benz etablierte der Fahrzeughersteller aus Stuttgart einst eine Marke von Weltruhm. Die Autos mit dem Stern galten als Meisterwerke deutscher Ingenieurskunst und Daimler expandierte an unzählige Standorte auf dem Globus.

In den vergangenen Jahren hat der Ruf der Daimler AG und ihrer Marke Mercedes-Benz allerdings erheblich gelitten. Zuletzt machte Daimler mit Schließungen von Werken Schlagzeilen - wegen schwächelnder Verkaufszahlen stößt der Fahrzeughersteller das Smart-Werk in Hambach ab. Die Coronakrise hat einen ohnehin schon erkennbaren Abwärtstrend bei dem einst so stolzen Konzern noch verstärkt. Um gegenzusteuern, musste Daimler Mitarbeitern die Arbeitszeit kürzen und den Bonus streichen.

Daimler AG als Meme: „Wenn du einen Mercedes-Benz neben einem Müllwagen parkst“

Doch schon vor der Corona-Pandemie war die Daimler AG auf eine Krise zugesteuert. Der Fahrzeughersteller aus Stuttgart verschlief den Trend zum E-Auto, verspielte durch den Dieselskandal das Vertrauen Hunderttausender Kunden. Das Image der Marke Mercedes-Benz hat Kratzer abbekommen. Einst die deutschen Vorzeige-Autos schlechthin, wirken die Modelle im Jahr 2020 aus der Zeit gefallen.

Dass die Daimler-Tochter Mercedes-Benz zumindest in den USA noch als Synonym für Luxus und Qualität gilt, zeigt nun ein Bild, das sich im Netz verbreitet. Darauf zu sehen: Der ehemalige US-Präsident Barack Obama auf der einen und der derzeitige Amtsinhaber Donald Trump auf der anderen Seite. Obama ist beim Training auf einem stationären Fahrrad im Fitness-Studio zu sehen. Trump dagegen bei der Ausübung einer anderen Sportart: Golf. Recht plump sitzt er in einem Caddy und lässt sich durch die Gegend fahren, während ein durchtrainiert wirkender Obama in die Pedale tritt. Über dem wenig schmeichelhaften Vergleich steht: „Wenn du einen Mercedes-Benz neben einem Müllwagen parkst.“

Mercedes-Vergleich zwischen Barack Obama und Donald Trump wird im Netz gefeiert

Es ist offensichtlich, dass der sportlende Barack Obama, lässig in Schwarz gekleidet, in diesem Vergleich der Mercedes-Benz sein soll. US-Präsident Donald Trump dagegen kommt mit seiner charakteristischen roten Baseball-Cap und seiner unvorteilhaften Pose schlecht weg. Die Foto-Montage wurde bei Facebook gefeiert und bereits Tausende Male geteilt.

„Ganz genau. Kein Vergleich. Ein Mercedes neben einem Müllwagen - das sagt alles“, kommentiert eine Nutzerin. „Der eine ist ein gut aussehender, intelligenter und fitter Mann. Der andere ... naja, macht euch selbst ein Bild“, schreibt eine weitere Userin. Mehrere Kommentatoren spotten über Donald Trumps Aussage, er sei der fitteste US-Präsident aller Zeiten. Einige Facebook-Nutzer verteidigen Donald Trump. „Wenigstens ist ein Müllwagen nützlich. Ein Mercedes ist ein überteuertes Stück S******“, schimpft ein User.

US-Präsident Donald Trump hat seine Abneigung gegen Mercedes-Benz und andere deutsche Fahrzeughersteller schon oft bekundet. Er drohte mehrmals mit Strafzöllen gegen die deutsche Autoindustrie, wollte damit die amerikanischen Marken stärken.„Wenn man durch die 5th Avenue geht, hat jeder einen Mercedes-Benz vor seinem Haus stehen, stimmt’s“, fragte Donald Trump noch vor seiner Wahl in einem Interview mit der Bild. „Tatsache ist, dass ihr den USA gegenüber sehr unfair wart. Es besteht keine Gegenseitigkeit. Wie viele Chevrolets sehen Sie in Deutschland? Nicht allzu viele, vielleicht gar keine.“

Donald Trump ätzt gegen Mercedes-Benz - Strafzölle gegen Daimler AG nicht vom Tisch

Daimler AG: CEO Ola Kaellenius muss damit rechnen, dass Donald Trump Mercedes-Benz doch noch mit Strafzöllen belegt

Die Strafzölle gegen Mercedes-Benz und andere deutsche Automarken kamen bislang nicht. Doch erst vor wenigen Wochen sagte Donald Trumps ehemaliger Nationaler Sicherheitsberater Michael Bolton der dpa, dass die Zölle noch nicht vom Tisch seien. „Trump mag Zölle, und es ist etwas, das er ohne Zustimmung des Kongresses entscheiden kann. Er liebt diesen Ansatz bei internationalen Verhandlungen.“

Wenig begeistert von den Fahrzeugen der Daimler AG zeigte sich jüngst auch ein Kanadier, der extra zur Mercedes-Benz-Zentrale nach Stuttgart flog, um sich über seine kaputte S-Klasse zu beschweren. Das Auto sei „unzuverlässich, gefährlich und bietet nicht das Maß an Sicherheit, das man von einem Luxusauto erwartet.“

Der unzufriedene Kunde aus Kanada war nicht der einzige Beschwerdeführer, der in jüngster Zeit vor der Zentrale der Daimler AG aufschlug. Jüngst bekam Daimler Besuch von Vertretern der Deutschen Umwelthilfe. Sie überreichten Daimler-Managern den Negativpreis Goldener Geier und zeichneten den Mercedes-Benz GLS als unsinnigsten Monster-SUV des Jahres aus.

Rubriklistenbild: © Screenshot/Facebook

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