Autos der Mercedes-Benz AG

Daimler AG: Tochter Mercedes-Benz und ihre Marken

  • Marleen van de Camp
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Die Mercedes-Benz AG baut unter dem Dach der Daimler AG Autos für jedes Segment. Neben klangvoller Tradition à la Mercedes-Benz oder Maybach, verspricht die Marke EQ technischen Fortschritt. 

  • Die Mercedes-Benz AG vereint vom Cityflitzer bis zur Luxuslimousine alles dem Dach der Daimler AG
  • Starke Automarken sprechen zielgenau den potenziellen Interessen an
  • Vom hippen Smart über das Temperament des AMG zum Luxus eines Maybach

Stuttgart - Die Mercedes-Benz AG wurde erst 2019 als 100-prozentige Tochter der Daimler AG gegründet. Damit gliederte der Automobilkonzern seine Pkw- und Van-Sparte aus. Den Vorstand leitet Daimler-Chef Ola Källenius (50), der wie andere Daimler-Manager wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg auf Gehalt verzichtet.

Der Fahrzeughersteller beschäftigt insgesamt 273.000 Mitarbeiter in 40 Ländern. Mercedes-Benz besitzt zwei Abteilungen: Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans, wobei das Unternehmen seine Automobile unter verschiedenen Marken und Submarken vertreibt. Sie werden an vielen verschiedenen Standorten der Daimler AG produziert.

Ein Daimler-Arbeiter befestigt im Mercedes Werk in Sindelfingen einen Mercedes-Stern an einem Fahrzeug der S-Klasse.

Mercedes-Benz AG: Fahrzeughersteller für viele Zielgruppen - vom Cityflitzer bis zum Sportwagen

Einige Modellreihen von Mercedes-Benz (Daimler AG) erreichten eine so große Bekanntheit, dass sie selbst fast wie eine Marke wirken. Ein Beispiel hierfür ist die C-Klasse. Bei den Pkws finden Autoliebhaber Modelle vom Cityflitzer über den Mittelklassewagen bis zu edlen Luxuslimousinen oder Sportwagen.

Auch bei den Vans bietet Mercedes-Benz unter dem Dach der Daimler AG eine breite Produktpalette. Kleine Fahrzeuge für die Stadt gehören ebenso dazu wie der große „Sprinter“, der bis zu 5 Tonnen Gesamtgewicht auf die Waage bringt. Ein Kassenschlager aber ist die Großraumlimousine V-Klasse, die es inzwischen auch mit elektrischem Antrieb gibt.

Mercedes Benz: Maybach, AMG, Smart, EQ - Starke Marken mit klarer Botschaft

Die Marken und Submarken der Mercedes-Benz AG grenzen sich unter dem Dach der Daimler AG klar voneinander ab. Sie stehen für ein eindeutig definiertes Gefühl der jeweiligen Käufer. Die Marken und Submarken von Mercedes-Benz Cars im Überblick:

  • -       Mercedes-Benz
  • -       Maybach
  • -       AMG
  • -       Smart
  • -       EQ

Mercedes-Benz ist eine traditionsreiche Marke, die bereits 1926 eingeführt wurde. Die Marke wird über die Pkw-Sparte hinaus auch von weiteren Töchtern der Daimler AG, Daimler Trucks und Daimler Buses, genutzt. In der Mercedes-Benz AG steht die Marke für eine große Produktpalette, die der Fahrzeughersteller in verschiedene Klassen unterteilt. 

Die S-Klasse symbolisiert dabei die Oberklasse, wobei sich den wohl stärksten Umsatz die Automobile der C-Klasse und der gehobeneren E-Klasse teilen. Seit den 1990er-Jahren macht der Autobauer auch Umsatz in der bis dahin von Volkswagen dominierten Kompaktklasse.

Dafür entwickelten die Stuttgarter die A-Klasse. Außerdem bietet Mercedes-Benz mit der B-Klasse einen sportlichen Kompakt-Van. Geländewagen und SUVs werden als G-Klasse angeboten. Die SUVs gibt es entsprechend der Pkw-Klassen als GLS, GLE, GLC und GLA. Viertürige Coupes klassifiziert der Stuttgarter Fahrzeughersteller als CLS und CLA. Mit dem SL und SLC hat das Tochterunternehmen der Daimler AG zwei Roadster im Angebot.

Mercedes-Benz: Smart, Maybach und AMG als weitere Marken

Nachdem Mercedes-Benz und damit auch Daimler früher vor allem im Premium-Bereich bekannt war, sorgten die Stuttgarter 1994 mit einem kleinen Cityflitzer für Furore. 1994 lief der erste Smart vom Band. Klein, kompakt und ideal für den immer enger werdenden Verkehrsraum der Stadt.

Die Marke Maybach hat eine lange Tradition. Sie wurde bereits 1921 eingeführt und stand von Beginn an für luxuriöse Automobile. Seit 1960 besitzt die Daimler AG die Markenrechte. Eigentlich sollte der letzte Maybach im Jahr 2012 vom Band laufen, da Daimler die Marke nicht mehr nutzen wollte. Doch schon zwei Jahre später, 2014, feierte der Maybach als Mercedes-Maybach eine Renaissance. Die Mercedes-Benz AG verwendet die Marke nun für besonders exklusive Ausführungen der Mercedes S-Klasse

Sportlichen Autofahrern hingegen ist die Marke AMG ein Begriff. Die Modelle bestechen durch eine hohe Motorenleistung. Bekannt ist AMG Motorsportfans vor allem vom Tourenwagensport. Im Jahr 2016 führte Daimler zudem die Marke EQ ein. Zu Mercedes-Benz EQ sollen alle Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb gehören. Daimler hat auf die Coronakrise mit drei neuen Modellen des EQ Power - eines Hybrid-Fahrzeugs - reagiert.

Mercedes-Benz Vans: Citan, Sprinter, Vito, V-Klasse, X-Klasse, Marco Polo - Die Nutzfahrzeuge

Wer etwas transportieren möchte, findet in der Nutzfahrzeugsparte der Mercedes-Benz AG unter dem Dach der Daimler AG ein umfangreiches Programm. Mercedes-Benz Vans sieht sich als Komplettanbieter im Transportergeschäft. Für schnelle Lieferungen in der Stadt eignet sich der Citan. Der Sprinter ist dagegen ein wahres Kraftpaket, dem auch bis zu fünf Tonnen Gesamtgewicht nichts ausmachen. Zwei Sprinter waren Teil eines Experiments, das Daimler mit dem Paketzusteller DPD durchführte. Die Daimler AG hat nämlich einen Weg gefunden, Pakete schneller zu liefern. Neben diesen beiden bekannten Nutzfahrzeugen gibt es noch eine weitere Alternative, den Vito.

Aber auch Privatkunden finden unter den Transportern interessante Angebote. Die Großraumlimousine der V-Klasse eignet sich perfekt für die Großfamilie. Wer auf der Suche nach einem Reisemobil ist, der wird ebenfalls bei Mercedes fündig. Unter dem Namen Marco Polo werden diese von der Tochter der Daimler AG verkauft. In der X-Klasse fasst der Fahrzeugbauer außerdem seine Pickups zusammen.

Rubriklistenbild: © Bernd Weißbrod/dpa/picture alliance

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