GenH2 Truck von Daimler

„Totgeburt“: Tesla-Fans lachen über Konkurrenzprodukt von Daimler - „sieht aus wie ein Unfall“

  • Valentin Betz
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Die Daimler AG will Tesla mit einem revolutionären neuen Fahrzeug Konkurrenz machen. Doch die Anhänger des US-Konzerns haben für das Produkt nur Spott übrig.

Stuttgart - Momentan ist der US-Hersteller Tesla das Maß aller Dinge, wenn es um Elektromobilität geht. Deutsche Fahrzeughersteller wie die Daimler AG holen den Vorsprung von Tesla nur langsam auf. Ein ehemaliger BMW-Manager versetzte Daimler-Angestellte mit seiner Vorhersage regelrecht in Panik. Aus seiner Sicht ist der Vorsprung von Tesla auf Daimler gewaltig.

Bei Daimler lässt man sich von dieser Hysterie allerdings wenig anmerken. Stattdessen machte der Chef des Standorts Sindelfingen eine provokante Aussage in Richtung Tesla-Chef Elon Musk. Die Vision von Elon Musk, Autos künftig kaum noch von Menschenhand bauen zu lassen, Teilt der Daimler-Standortchef nämlich absolut nicht. Zuletzt präsentierte die Daimler AG ihren Truck der Zukunft. Daimler setzt dabei auch auf eine fast vergessene Alternative zum E-Auto. Denn die LKW von Daimler sollen nicht nur mit Batterien, sondern auch mit Wasserstoff betrieben werden. Letzteres sorgt bei Fans von Tesla allerdings weniger für Eindruck als für Stirnrunzeln.

Daimler AG setzt bei Trucks auf Wasserstoff und würde zumindest bei der Reichweite Tesla übertrumpfen

Zumindest in einem Bereich sind sich Daimler und Tesla einig: Beide verfolgen die Wasserstoff-Brennstoffzelle für Autos nicht mehr. Wie Teslamag schreibt, haben diese sich „als Energie-Option für Elektroautos nach jahrzehntelanger Erforschung so gut wie erledigt.“ Doch schon beim schweren Lastverkehr gehen die Meinungen der beiden Fahrzeughersteller wieder auseinander. Tesla bleibt sich treu und will laut Teslamag schon im kommenden Jahr mit dem Tesla Semi einen E-Truck produzieren. Angeblich soll dieser dann mit einer Ladung zwischen 500 und 800 Kilometer weit fahren können.

Die Daimler AG will sich nicht nur auf E-Mobilität konzentrieren, sondern auch den Wasserstoff-Antrieb massentauglich machen

Die Daimler AG will mit ihrem GenH2 Truck fast 1.000 Kilometer schaffen - betrieben mit Wasserstoff. Damit würde Daimler zumindest im Bereich Reichweite den elektrischen Konkurrenten von Tesla schlagen. Allerdings soll der Daimler-Truck erst 2025 in Serie gehen. Zwar will Daimler bereits nächstes Jahr den Elektro-LKW eActros auf den Markt bringen, mit „deutlich über 200 Kilometer" Reichweite liegt dieser allerdings um einiges hinter Teslas Semi. Selbst der eActros LongHaul, der 2024 erscheinen soll, wäre mit 500 Kilometern noch schlechter als Tesla.

Wasserstoff-Truck von Daimler - Tesla-Fans nehmen Konkurrenzprodukt auseinander

Während die Daimler AG ihren neuen Wasserstoff-Truck voller Stolz und Vorfreude präsentierte, zeigen sich die Tesla-Fans auf Teslamag absolut unbeeindruckt von der Offensive des Konkurrenten. Dabei geht es in den Kommentaren weniger um Kritik an Daimler als um Zweifel an der Wasserstofff-Technologie insgesamt. „Hoffentlich kommt der Semi bald auf den Markt, damit diese unselige Totgeburt, Wasserstoff in der Mobilität, endlich begraben werden kann", schreibt ein Nutzer in den Kommentaren.

Aber auch nicht alle Tesla-Fans teilen diese Meinung voll und ganz. Ein anderer Unterstützer schreibt: „Wir werden Wasserstoff brauchen, aber ausschließlich dort, wo eine Batterie zu schwer wäre, bspw. in der Landwirtschaft für die Traktoren, auf Schiffen, in der Raumfahrt, eventuell [...] in Flugzeugen.“ Andere Fans von Tesla stören sich besonders am Aussehen des künftigen Daimler-Trucks GenH2. „Das Ding sieht einfach nur zum Abgewöhnen aus“, so ein Nutzer. Ein anderer beschreibt es noch etwas drastischer: „Und keiner sagt was dazu dass das Ding auf dem Titel Bild aussieht wie ein Unfall.“

Rubriklistenbild: © Daimler Trucks and Buses Communications

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