E-Auto aus Stuttgart

Daimler-Fans verspotten neues E-Auto: „Grässlich“ und „für Menschen, die Autos hassen“

Ein Mercedes-Benz EQE in der Seitenansicht.
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Mit der elektrischen Business-Limousine EQE will Daimler China erobern. Vom Design sind manche nicht überzeugt.
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Mit dem EQE stellte die Daimler AG auf der IAA in München eine elektrische Business-Limousine vor. Im Netz muss das Modell nun einigen Spott einstecken.

Stuttgart - Mit der elektrischen S-Klasse EQS leitete die Daimler AG eine neue Ära bei dem Autobauer aus der Landeshauptstadt Stuttgart ein. Das Modell war das erste Mercedes-Benz-Fahrzeug, das vollkommen auf einer speziell entwickelten E-Auto-Architektur basierte. Die zuvor produzierten elektrischen SUV EQA und EQC basierten dagegen auf umgerüsteten Verbrenner-Architekturen. Dem EQS sollen viele weitere E-Auto-Modelle mit Stern folgen, im Jahr 2030 will Daimler sogar nur noch batteriebetriebene Fahrzeuge bauen.

Den ersten Vorgeschmack auf die weiteren Fahrzeuge der elektrischen Baureihe EQ lieferte die Daimler AG vor wenigen Wochen auf der Automesse IAA in München. Die Business-Limousine EQE wurde als „kleiner Bruder“ des Flaggschiffs EQS vorgestellt. Das neue Daimler-E-Auto ließ die Fans völlig ausflippen, es könne „die Welt revolutionieren“, hieß es. Nun muss das Mercedes-E-Auto auf Facebook jedoch einigen Spott einstecken. Nutzer kritisieren dabei vor allem die Optik des Stromers.

Daimler AG: Facebook-Nutzer spotten über EQE - „sieht aus wie ein Citroën-Projekt“

Die Autobauer weltweit setzen immer mehr auf E-Autos und schaffen die Verbrenner-Modelle nach und nach ab. Die Daimler AG beschleunigte ihre E-Auto-Strategie deutlich und will bereits ab 2025 jedes Modell auch in einer elektrischen Version anbieten. In der Vergangenheit gab es vonseiten der Autofahrer jedoch immer wieder Kritik an den batteriebetriebenen Fahrzeugen. Beispielsweise sei die elektrische Reichweite zu gering oder die Brandgefahr zu hoch. Manche Kritiker stoßen sich dagegen am Design der E-Autos. Das bekommt Mercedes-Benz nun auch bei einem Facebook-Post über den EQE zu spüren.

Der EQS der Daimler AG ist nach Konzernangaben das „aerodynamischste Auto der Welt“. Allein die speziell entwickelte Architektur, auf der auch der EQE basiert, erlaubt den Designern völlig neue optische Gestaltungsmöglichkeiten. Damit sind jedoch nicht alle Mercedes-Fans einverstanden. „So enttäuschend“, schrieb ein User auf der Facebook-Seite von Mercedes-Benz. „Der deutsche Stern sieht aus wie irgendein Citroën-Projekt.“ Ein weiterer User machte seine Ablehnung des Designs des EQE sogar noch deutlicher. „Grässlich“, kommentierte er. „Ein Mercedes für Menschen, die Autos hassen.“

Daimler AG: Design des neuen Mercedes-E-Autos spaltet das Netz

Das Design von bestimmten Auto-Marken und -Modellen ist letztendlich Geschmackssache. Manche Autobesitzer fahren einen großen SUV, weil sie darin ihre gesamte Familie transportieren können. Andere setzen dagegen eher auf Sportlichkeit und Luxus. In den meisten Fällen sind die Designs der großen Automarken jedoch immer zuzuordnen. Im Laufe der Jahre hat sich auch bei der Daimler AG einiges verändert. Die C-Klasse wurde beispielsweise immer abgerundeter und bei der neuesten Version verschwand sogar der berühmte Mercedes-Stern von der Motorhaube.

Die elektrische E-Klasse EQE erinnert vom Design dagegen weniger an das Verbrenner-Pendant. Stattdessen haben sich die Designer wohl am „großen Bruder“, dem EQS orientiert. Für manche Kommentatoren auf Facebook sieht das Resultat jedoch noch nicht mal nach einem Mercedes aus. „Sieht aus wie ein Volkswagen“, schreibt einer. „Es sieht nicht aus wie ein Mercedes“, kommentiert ein weiterer. „Mir gefällt das Design nicht.“ Natürlich gibt es unter dem Facebook-Beitrag auch User, die die Optik des E-Autos loben. Das Design mag die User spalten, mit dem EQE will die Daimler AG jedoch China erobern. Der Verkaufsstart für die elektrische Business-Limousine ist für Sommer 2022 angesetzt.

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