Mercedes C-Klasse

Kunde beschwert sich bei Daimler, weil sein Auto auseinanderfällt: „Ist euch das nicht peinlich?“

Autositz und Cockpit eines Mercedes von der Rückbank betrachtet
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Ein Daimler-Kunde ist von der Verarbeitung seiner Mercedes-C-Klasse nicht begeistert und beschwert sich auf Facebook.
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Die Modelle der Daimler AG werden weltweit für ihre Qualität und Leistung geschätzt. Ein Kunde ist von der Verarbeitung seiner Mercedes-C-Klasse allerdings nicht überzeugt.

Stuttgart - Die Daimler AG ist einer der bekanntesten und wichtigsten Autobauer der Welt. Vor allem die Marken der bisherigen Tochter-Firma Mercedes-Benz, die bald als eigenständiges Unternehmen fungieren soll, erfreuen sich großer Beliebtheit. Vor einiger Zeit führte der Autokonzern mit der Vorstellung der neuen Mercedes-C-Klasse eine Änderung ein, die viele Fans von den Kopf stieß. Daimler entfernte den beliebten Mercedes-Stern von der Motorhaube. Die C-Klasse wurde im Jahr 1993 als Nachfolger des Mercedes 190, der heute als „Baby-Benz“ bezeichnet wird, eingeführt und war damals das kleinste Modell der Daimler-Autopalette.

Die Mercedes-C-Klasse ist eine der bekanntesten Modellreihen der Daimler AG. Wie auch die anderen Fahrzeuge mit Stern steht das Modell für hohe Qualität und Leistung „Made in Germany“. Auf der Facebook-Seite von Mercedes-Benz Deutschland zeigte sich ein Kunde allerdings überhaupt nicht mit der Verarbeitung seiner C-Klasse zufrieden. Er kündigte sogar an, zur Konkurrenz wechseln zu wollen.

Daimler AG: Mercedes-Kunde beschwert sich wegen Verarbeitung seiner C-Klasse

Das neueste Modell der Mercedes-C-Klasse Baujahr 2021 ist ein Hybrid-Auto, weist also sowohl einen Verbrenner- als auch einen Elektromotor auf. Der Kunde, der sich auf Facebook über die Verarbeitung seiner C-Klasse beschwert, fährt basierend auf seiner Aussage das Vorgängermodell, die vierte Fahrzeuggeneration. „Wie kann es sein, dass bei meiner C-Klasse Baujahr 2014 der Fahrersitz nun schon zum zweiten Mal aufreißt, obwohl er vor ein paar Jahren bereits repariert wurde?“, schreibt der Kunde der Daimler AG auf Facebook. „Wie kann es sein, dass sich der Dachhimmel an mehreren Stellen einfach ablöst?“

Die Mercedes-C-Klasse Baujahr 2014 ist im Vergleich zu den Vorgängergenerationen um 9,5 Zentimeter länger und orientiert sich mehr an den Luxusmodellen S-Klasse und E-Klasse. Der Preis bewegt sich bei Neuwagen je nach Ausstattung und Fahrzeugklasse, beispielsweise Limousine oder Kombi, zwischen 35.000 und 45.000 Euro. Deshalb hat der Kunde wohl auch eine bessere Verarbeitung des Modells erwartet. „Als wäre das eine billige Schrottkarre“, beschwert er sich über die Beschädigungen. „Ist euch das nicht peinlich?“

Daimler AG: Hersteller verweigert Übernahme der Reparaturkosten - „dann geh ich zur Konkurrenz“

Auch die Modelle der Daimler AG sind natürlich nicht vor Beschädigungen oder eventuellen Rostproblemen gefeit. Dafür gibt es jedoch eine Mercedes-Garantie, die jegliche Defekte an mechanischen, elektrischen, elektronischen, pneumatischen und hydraulischen Teilen abdeckt. Für Roststellen gibt es bei den Stuttgartern sogar eine spezielle „Rostgarantie“, die im Jahr 1998 eingeführt wurde. Dieser Anspruch gilt jedoch nur, wenn der Kunde sein Mercedes-Modell regelmäßig warten lässt. Einem Daimler-Kunden wurde trotz Garantie dennoch die Reparatur verweigert, er wandte sich ebenfalls per Facebook an das Unternehmen.

Eine solche Erfahrung hat nach eigener Aussage auch der Kunde der Daimler AG gemacht, der sich über die Verarbeitung seiner C-Klasse beschwert. „Wie kann es sein, dass der Hersteller die Übernahme der entsprechenden Reparaturkosten verweigert?“, fragt er auf Facebook. „Ich dachte, bei eurem Motto ´das Beste oder nichts´ entscheidet Ihr euch stets, wie einst Gottlieb Daimler, für ´das Beste´. Aber anscheinend doch eher für ´nichts´“. Sollte dies der Fall sein, werde es auch mit ihm als Kunden „nichts“, schreibt der Mercedes-Fahrer weiter. „Dann gehe ich zur Konkurrenz.“ Mercedes-Benz Deutschland reagierte auf die Beschwerde. „Wir können deine Verärgerung sehr gut nachvollziehen“, erklärte das Unternehmen und versprach, die Sachlage an den Kundenservice weiterzuleiten.

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