Angepasste Verordnung

Baden-Württemberg führt überraschende Corona-Lockerung ein

Passanten gehen durch die Fußgängerzone.
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In Stuttgart und ganz Baden-Württemberg gilt ab heute, dem 2. Dezember, eine verkürzte Quarantänepflicht von zehn Tagen.
  • Julian Baumann
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Im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg wurde eine Maßnahme nun überraschend geändert. Die Quarantäne dauert statt 14 Tagen jetzt nur noch 10 Tage - es gibt jedoch Ausnahmen.

Stuttgart - Im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg herrschen seit dem 1. Dezember verschärfte Maßnahmen. Eine Regelung wurde nun jedoch überraschend gelockert. Bislang galt eine Quarantänepflicht von 14 Tagen. Die Regelung von zwei Wochen bezog sich dabei auf die von Experten angegebene Inkubationszeit des Virus. Nun wurde die Quarantäne-Regel in Baden-Württemberg angepasst, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch berichtete.

Vor einigen Wochen wurde der Kreis Esslingen zum Hotspot erklärt. Auch die Landeshauptstadt Stuttgart gilt als Risikogebiet. Die Verordnungen werden wieder deutlich strenger kontrolliert und die Bußgelder in Baden-Württemberg angepasst. Neben der Maskenpflicht kontrolliert die Polizei vor allem die Einhaltung der Kontaktbeschränkung und der Quarantäne-Verordnung. Die Kontaktbeschränkung wurde im Dezember noch einmal verschärft, die Quarantäne-Regelung dagegen überraschend gelockert.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Quarantäne-Regel im Land um vier Tage verkürzt

Die Quarantäne-Regelung zielt darauf ab, die weitere Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg zu vermeiden. Die Verordnung gilt für Personen, die sich in Kontakt zu möglicherweise Infizierten befanden und auch für Reisende, die aus einem Risikogebiet zurück nach Baden-Württemberg kommen. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind erklärte Risikogebiete in Europa aktuell unter anderem: Frankreich, Italien, die Niederlande und Österreich.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Baden-Württemberg auch in unserem Ticker.

Die Landesregierung von Baden-Württemberg passte die Verordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus im Dezember an. So drohen jetzt den Corona-Hotspots harte Konsequenzen. Doch es gab auch überraschende Lockerungen: Laut der dpa teilte die Regierung am Dienstagabend in der Landeshauptstadt Stuttgart mit, dass die Quarantäne-Regel nun auf zehn Tage verkürzt werde. Personen, die sich aktuell bereits in Quarantäne befinden, sind von der angepassten Verordnung nicht betroffen. Die Verordnung wurde am 1. Dezember angepasst und tritt am 2. Dezember in Kraft, heißt es auf der Seite der Landesregierung.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Auch neue Quarantäne-Regeln für Schüler

Im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg entschloss sich die Regierung, Schulen und andere Bildungseinrichtungen bei dem Teil-Lockdown nicht zu schließen. Für die Schüler im Land gilt ab dem heutigen Tag jedoch ebenfalls eine angepasste Quarantäne-Regelung. Schüler, die Kontakt zu einem positiv getesteten Schüler aus der eigenen Klasse oder Kursstufe hatten, könne die zuständige Behörde ab sofort als „Cluster-Schüler“ einstufen, wie die dpa berichtet. In einem solchen Fall sei es möglich, die häusliche Quarantäne bereits nach Ablauf des fünften Tages zu verlassen. Voraussetzung sei jedoch ein negativer Corona-Test.

Die Regelung gilt laut der dpa jedoch nur innerhalb einer Bildungseinrichtung. Wenn ein Schüler außerhalb der Schule Kontakt zu einer später positiv getesteten Person hatte, gelte sie nicht. Dabei sei ausschlaggebend, ob der letzte Kontakt bis zu zwei Tage vor dem Auftreten von Symptomen des später positiv Getesteten erfolgte oder nicht. Die Quarantäne-Regel im Kampf gegen das Coronavirus war jedoch bereits im Vorfeld angepasst worden. So müsse sich eine Person nach Erhalt eines positiven Testergebnisses augenblicklich nach Hause begeben, wie die dpa berichtete

Wenn ein Arzt typische Symptome, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg schließen lassen, feststellt, beginnt ebenfalls umgehend die Quarantänepflicht. Zu den Symptomen gehören beispielsweise Fieber, trockener Husten oder der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn. In solchen Verdachtsfällen werde ein Arzt laut der dpa einen Corona-Test anordnen und die Quarantänepflicht ausrufen.

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