„Laien-Selbsttests bald für alle zugänglich“

Kostenlose Corona-Schnelltests für Baden-Württemberger ab 1. März

  • Sina Alonso Garcia
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Im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg kommen bald kostenlose Schnelltests zum Einsatz - auch für Menschen ohne Symptome.

Update vom 17. Februar, 14:54 Uhr: Ab dem 1. März wird es bundesweit und auch in Baden-Württemberg Corona-Schnelltests für alle geben. Nachdem der Bund die Finanzierung bestätigt und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) das Vorhaben vorgestellt hatte, zieht Baden-Württemberg nach. Die schwarz-grüne Landesregierung bestätigte nun, dass es auch im Ländle kostenlose Schnelltests auf das Coronavirus für alle geben wird - auch für Menschen ohne Symptome. Das berichtete die dpa.

In einem Spitzengespräch im Staatsministerium hatte die baden-württembergische Regierung am heutigen Mittwoch über die Schnelltests beraten. Als mögliche Gründe für einen Test gelten etwa der geplante Besuch bei den Großeltern, wenn man einen Beruf mit vielen Kontakten ausübt oder jemanden Zuhause pflegt. Gut vier Millionen Schnelltests werden dem Land zur Verfügung gestellt. Zusätzlich bekommt Baden-Württemberg sieben Millionen Schnelltests der neueren Generation, bei denen das Teststäbchen nur noch wenige Zentimeter in die Nase gesteckt werden muss.

Erstmeldung vom 17. Januar, 12 Uhr: Stuttgart - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte kürzlich an, dass ab dem 1. März alle Bürger kostenlos von geschultem Personal mit Schnelltests auf Covid-19 getestet werden sollen, wenn sie das wollen. Auch im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg würde die bundesweite Maßnahme dann zum Einsatz kommen. Geplant sind demnach kostenlose Schnelltests in Testzentren, Praxen und Apotheken, mit denen man innerhalb von etwa 15 Minuten ein Ergebnis bekommen würde.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kommunizierte bereits, dass er die Coronatest-Strategie im Land anpassen will. „Wir streben an, die Testmöglichkeiten weiter auszuweiten“, sagte Kretschmann vergangene Woche im Landtag. Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet, berät die Landesregierung in Stuttgart heute auf einem Gipfel auch, nach welcher Strategie die Schnelltests in Baden-Württemberg durchgeführt werden könnten. Wenige Tage vor der Öffnung von Grundschulen und Kitas am 21. Februar wollen die kommunalen Landesverbände Klarheit über die Tests und ihre Finanzierung. Über die Corona-Schnelltests für alle berichtete auch Echo24.de*.

Coronavirus in Baden-Württemberg: „Arbeitgeber sollen sich an Kosten für Corona-Schnelltests beteiligen“

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat bereits eine Finanzierung der Tests durch den Bund zugesichert, wie die dpa berichtet. „Da gibt es meine volle Unterstützung, und wir werden das auch finanziell wuppen“, sagte Scholz bei einer Veranstaltung der SPD. „Das, glaube ich, können wir uns jetzt auch noch leisten.“ Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, fordert derweil, die Arbeitgeber weiter an den Kosten für die Corona-Schnelltests zu beteiligen. „Bisher bezahlen die Arbeitgeber für ihre Arbeitnehmer diese Tests. Die kosten 18 Euro. Und ich finde, das bleibt auch so“, sagte Schneider in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv.

Manfred Lucha (Grüne), baden-württembergischer Gesundheitsminister sagte der dpa, er stehe im engen Austausch mit Jens Spahn. Zudem kündigte Lucha an, eine große Landesreserve an Selbsttests aufbauen zu wollen, sobald diese zugelassen seien. Eine Kabinettsvorlage dazu sei bereits in Arbeit. Jens Spahn hatte bereits mitgeteilt, dass Schnelltests inzwischen ausreichend am Markt verfügbar seien, um sie allen anbieten zu können. „Auch Laien-Selbsttests sollen nach ihrer bald erwarteten Zulassung durch das Bundesamt für alle zugänglich sein“, kündigte Spahn an.

Für die Durchführung eines Schnelltests muss man sich einen Nasen- oder Rachenabstrich abnehmen lassen. Die Antigen-Tests gelten jedoch als nicht so genau wie sonst genutzte PCR-Tests. Laut Robert Koch-Institut (RKI) muss ein positives Ergebnis daher per PCR-Test bestätigt werden. *Echo24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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