Impfquote stockt

Coronavirus in Baden-Württemberg: Impfzentren haben kaum Arbeit - Interesse an Impfungen lässt nach

Ein Hausarzt impft in seiner Praxis einen Jugendlichen mit dem Serum von Biontech/Pfizer.
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Coronavirus in Baden-Württemberg: Die Bereitschaft, sich gegen das Virus impfen zu lassen, lässt nach. (Symbolbild).

Lange Schlangen an Impfzentren gehören vielerorts der Vergangenheit an. Das Sozialministerium will die Zentren dennoch vorerst offen halten. Das kostet monatlich eine Menge Geld.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die lahmende Impfbereitschaft zeigt sich auch in den Impfzentren im Südwesten. Die landesweite Auslastung beträgt zurzeit nur etwa 30 Prozent, wie ein Sprecher des Sozialministeriums auf Anfrage mitteilte. Etwa 20 000 bis 25 000 Impfungen würden täglich verabreicht. Unabhängig von der Nachfrage sollen die Impfzentren aber zunächst offen bleiben. Geplant ist demnach, die zentralen Impfzentren, die für mehrere Landkreise zuständig sind, Mitte August zu schließen. Die Kreisimpfzentren werden bis Ende September betrieben.

Allerdings kostet der Betrieb der Impfzentren Millionenbeträge. Monatlich bis zu 2,7 Millionen Euro erstattet das Land für jedes zentrales Impfzentrum. Für jedes kommunale Impfzentrum stehen bis zu 1,3 Millionen Euro bereit.

Das Ministerium hatte zuletzt versucht, stärker und flexibler mit Terminen und Impfmöglichkeiten auf die bislang Ungeimpften zuzugehen. Eine bis diesen Mittwoch laufende Aktionswoche mit mehr als 150 Vor-Ort-Aktionen soll die Impfquote hochtreiben. In Baden-Württemberg sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts fast 50 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft (Stand Sonntag). 59,1 haben mindestens eine Impfung gegen das Virus erhalten.

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