Beschlussvorlage für Bund-Länder-Treffen

Corona: Härtere Regeln für Gastronomie geplant - Zutritt für Geimpfte nur noch mit aktuellem Test

Menschen genießen in einem Restaurant in der Stuttgarter Innenstadt den Freitagabend.
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Laut einer Beschlussvorlage könnten ab 15. Januar in der Gastronomie noch härtere Regeln gelten.
  • Julian Baumann
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In der Gastronomie gelten aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg bereits harte Regeln. Laut einem Beschluss sollen diese noch weiter verschärft werden.

Stuttgart/Berlin - Das dritte Jahr in der weltweiten Corona-Krise ist gerade erst angebrochen, doch noch immer scheint sich die Lage nicht entspannen zu wollen. Das Coronavirus in Baden-Württemberg führte bereits Ende des vergangenen Jahres zu erheblichen Einschränkungen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens. Seit Samstag, 4. Dezember 2021, gelten in Baden-Württemberg härtere Corona-Regeln in der Gastronomie. Durch die sogenannte 2G+-Regel gelten auch für Geimpfte und Genesene deutliche Zugangsbeschränkungen.

Obwohl ein Restaurantbesuch aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg und der damit verbundenen Maßnahmen bereits strengen Kriterien unterworfen ist, sollen sich die Regeln in der bundesweiten Gastronomie noch weiter verschärfen. Bislang gibt es eine Ausnahme der Testpflicht für Geimpfte und Genesene, wenn die Impfung beziehungsweise Genesung nicht länger als drei Monate zurückliegt. Laut einer Beschlussvorlage von Bund und Ländern soll diese Ausnahme möglicherweise ab dem 15. Januar nicht mehr gelten, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Testpflicht in der Gastronomie soll weiter verschärft werden

Aktuell bereit auch Deutschland die Omikron-Variante des Coronavirus besondere Sorgen, da sie als hochansteckend gilt. Auch in Baden-Württemberg wurden bereits mehrere Infektionen mit Omikron nachgewiesen. Deshalb wollen Bund und Länder am Freitag, 7. Januar, über neue Maßnahmen diskutieren. Eine vorab bekannt gewordene Beschlussvorlage sieht vor allem für die Gastronomie noch schärfere Regeln vor. Demnach sollen auch Geimpfte und Genesene nur noch Zutritt zu Restaurants, Bars, Cafés und ähnlichen Einrichtungen erhalten, wenn sie einen negativen Test vorlegen oder die Auffrischimpfung nachweisen können, berichtet AFP laut der Stuttgarter Zeitung.

Demnach entfällt bei einer Umsetzung dieses Beschlusses die bisherige Regelung, dass Geimpfte bis zu drei Monaten nach der zweiten Impfung von einer Testpflicht ausgenommen sind. In der Vorlage ist der 15. Januar als möglicher Zeitpunkt für das Inkrafttreten der neuen Verordnung in ganz Deutschland angesetzt. Demnach würde dadurch auch die Gastronomie in Baden-Württemberg diesen Regeln unterliegen. Seit einigen Wochen gilt in der Gastronomie in Baden-Württemberg bereits eine Sperrstunde von 22:30 Uhr bis 5 Uhr morgens.

Corona-Krise: Beschlussvorlage sieht neue Quarantäne- und Sonderregelungen vor

Im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg und ganz Deutschland soll laut der Beschlussvorlage nicht nur die Testpflicht in der Gastronomie angepasst werden. Laut der Stuttgarter Zeitung sieht die Vorlage zudem auch neue Quarantäneregelungen vor. Diese seien vor allem deshalb notwendig, weil die Omikron-Variante „zeitnah flächendeckend dominierend“ sein werde, heißt es in der Beschlussvorlage. „Hohe Infektionszahlen können außerdem zu Ausfällen beim Personal durch Erkrankung und Quarantäne führen.“ Deshalb sollen Kontaktpersonen mit Auffrischimpfungen fortan von einer Quarantänepflicht befreit werden. Für alle anderen soll eine Quarantäne von zehn Tagen gelten, aus der man sich nach sieben Tagen freitesten kann.

Damit sollen laut der Beschlussvorlage für das Bund-Länder-Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die Herausforderungen für die kritische Infrastruktur abgeschwächt werden. Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeheimen sollen sich ebenfalls nach sieben Tagen mit einem PCR-Test freitesten können. Sie müssen zuvor jedoch mindestens 48 Stunden symptomfrei sein. Für Kontaktpersonen von Schülern und Kindern in Betreuungseinrichtungen sieht die Vorlage dagegen eine Sonderregelung vor. Diese können sich bereits nach fünf Tagen aus der Quarantäne freitesten.

In Bezug auf die Omikron-Variante verweist die Beschlussvorlage von Bund und Ländern erneut auf die bereits geltenden Regeln. So wird auf die Homeoffice-Pflicht hingewiesen und empfohlen, diese Möglichkeit in den kommenden Wochen verstärkt zu nutzen. Laut der Anpassung der Corona-Verordnung in Baden-Württemberg von Ende Dezember sollen alle Personen ab 18 Jahren in Innenräumen eine FFP2-Maske tragen. In der Beschlussvorlage wird laut der Stuttgarter Zeitung das Tragen einer solchen Maske auch im Nah- und Fernverkehr und beim Einkaufen „dringend empfohlen“.

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