Impfung des Landesvaters

Winfried Kretschmann mit Astrazeneca geimpft - „Es ist wirklich harmlos“

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bekommt das Vakzin von Astrazeneca gegen das Coronavirus in der Liederhalle in Stuttgart gespritzt.
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Am Freitag, dem 19. März, wurde Ministerpräsident Winfried Kretschmann gegen das Coronavirus geimpft.
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Ministerpräsident Winfried Kretschmann wurde gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg geimpft. Damit ist er der erste Regierungschef überhaupt, der eine Impfung erhielt.

Update vom 19. März, 15:20 Uhr: Am heutigen Freitag, dem 19. März, wurde Ministerpräsident Winfried Kretschmann gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg geimpft. Die Impfung wurde um 13.30 Uhr im Impfzentrum des Klinikums Stuttgart in der Liederhalle vorgenommen. Vor dem Regierungschef selbst bekam jedoch seine Frau Gerlinde die Erstimpfung, wie der Südwestrundfunk berichtet. Beide gehören zu der derzeit zugelassenen Altersgruppe. Im Vorfeld der Impfung von Kretschmann entbrannte im Netz eine hitzige Debatte. Dabei wurde unter anderem bezweifelt, dass Kretschmann sich mit dem Vakzin von Astrazenca impfen lassen werde.

Die Impfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca wurde vor wenigen Tagen vorsorglich gestoppt. Seit heute kommt das Vakzin jedoch wieder als Impfstoff gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg zum Einsatz. Auch Winfried Kretschmann und seine Frau Gerlinde wurden mit diesem Impfstoff geimpft, berichtet der SWR. Der Politiker sagte, er wolle seine Impfung auch als Werbung für Astrazeneca einsetzen. „Ich habe da überhaupt keine Bedenken“, sagte der Regierungschef vor der Impfung. „Der Impfstoff ist wirksam und sicher.“

Nach seinem Termin in der Liederhalle in Stuttgart sagte Kretschmann über den Impf-Vorgang: „Es ist wirklich harmlos.“ Der erst vor wenigen Tagen bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg erneut bestätigte Ministerpräsident richtete einen Appell an die Bevölkerung im Südwesten. „Wir haben Vertrauen in diesen Impfstoff. Lassen Sie sich impfen!“. Winfried Kretschmann ist damit der erste Regierungschef Deutschlands, der sich gegen das Coronavirus hat impfen lassen, wie das Nachrichtenmagazin Welt berichtet.

Erstmeldung vom 18. März: Stuttgart - Der Impfstart war der größte Schritt im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sprach im vergangenen Jahr von einem „Meilenstein“. Tatsächlich gestaltete sich der Impfvorgang im Südwesten jedoch sehr schleppend. Zunächst war nicht genug Impfstoff vorhanden, dann gab es immer wieder Probleme mit der Service-Hotline und dem Anmelde-Portal.

Für die Impfungen in Stuttgart und Baden-Württemberg gibt es einiges zu beachten, in den letzten Wochen war eine Terminvereinbarung jedoch regelrecht Glückssache. Dazu kam von wenigen Tagen noch der Impfstopp mit dem Vakzin von Astrazeneca. „Uns bleibt nichts erspart“, sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne).

Coronavirus in Baden-Württemberg: Winfried Kretschmann wird in Stuttgart geimpft

Nachdem Winfried Kretschmann in der Vergangenheit gesagt hatte, er werde sich erst impfen lassen, wenn er an der Reihe sei, scheint dieser Zeitpunkt nun gekommen zu sein. Der Landesvater wird am Freitag im Impfzentrum in der Liederhalle in der Landeshauptstadt Stuttgart seine erste Injektion bekommen, teilte das Staatsministerium am Donnerstag mit.

Danach werde sich Kretschmann mit einem Statement an die Presse wenden. Laut dem SWR sei aktuell noch nicht klar, mit welchem Impfstoff der Regierungschef geimpft werden soll. Zuvor hatte sich Kretschmann mehrfach für den Impfstoff von Astrazeneca ausgesprochen. Durch den Stopp der Impfung mit dem Vakzin kommen nun wohl nur die Impfstoffe von Biontech und Moderna infrage.

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