Coronavirus-Maßnahmen an Schulen

Ewiges Hin und her: Weihnachtsferien in Baden-Württemberg starten doch nicht früher

Die Weihnachtsferien könnten für die Schüler in Baden-Württemberg diesmal länger ausfallen.
+
Schüler in Baden-Württemberg könnten dieses Jahr wegen des Coronavirus womöglich früher in die Weihnachtsferien entlassen werden.
  • Anna-Lena Schüchtle
    vonAnna-Lena Schüchtle
    schließen

Frühere Weihnachtsferien wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg? Dieser Plan wurde nun wieder verworfen. Ferienbeginn soll jetzt doch erst am 23. Dezember sein.

Update vom 1. Dezember, 12:13 Uhr: Jetzt steht es endgültig fest: Baden-Württemberg startet trotz des Coronavirus in Baden-Württemberg und dem neuerlichen Lockdown nicht früher in die Weihnachtsferien, sondern erst wie ursprünglich vorgesehen am 23. Dezember. Das teilte das Staatsministerium am Dienstag mit, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet.

Für die Klassen 1 bis 7 sei vorher regulärer Präsenzunterricht an den Schulen vor Ort vorgesehen. Die Präsenzpflicht sei für den Unterricht am 21. und 22. Dezember allerdings ausgesetzt. Eltern könnten ihre Kinder zu Hause lassen, wenn sie die Tage vor Weihnachten für die Minimierung der Kontakte nutzen wollen. Schüler ab Klasse 8 sollen im Fernunterricht unterrichtet werden. Auf diese Regelung hätten sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) geeinigt. Schulen, die an den letzten beiden Schultagen vor Weihnachten bewegliche Ferientage einsetzen, seien von der Regelung nicht betroffen.

Baden-Württemberg geht damit nun doch einen anderen Weg, als ihn Bund und Länder vergangene Woche beschlossen hatten. Ministerpräsident Kretschmann hatte eigentlich bereits vor der Absprache mit seinen Länderkollegen für vorgezogene Weihnachtsferien ausgesprochen, die am 19. Dezember beginnen sollten. Kultusministerin Eisenmann hatte sich dagegen ausgesprochen, da das Betreuungsprobleme für die Eltern mit sich bringen würde.

Update vom 13. November, 08:47 Uhr: Wie das Kultusministerium am Donnerstag gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) nochmal betonte, wird es wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg keine offiziellen und landesweiten Weihnachtsferien geben. Eine solche Maßnahme von oben verordnet könne organisatorische Fragen auslösen und zahlreiche Eltern vor Betreuungsprobleme stellen.

Das widerspricht jedoch nicht dem Vorschlag, den Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) zuvor laut der dpa formuliert hat, wonach die Entscheidung für die verlängerten Weihnachtsferien von den Schulen selbst getroffen werden müssten. Wie das Ministerium laut dpa bestätigt sei es einzelnen Schulen aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg natürlich erlaubt, die Weihnachtsferien dieses Jahr durch bewegliche Ferientage zu verlängern. 

Coronavirus: Kultusministerium schlägt früheren Start der Weihnachtsferien nach

Stuttgart - Die rapide Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg und Deutschland veranlasste Bund und Länder dazu einen erneuten Lockdown mit verschärften Corona-Regeln zu beschließen. Dieser trat Anfang November in Kraft und gilt bis Ende des Monats.

Betroffen sind von den massiven Maßnahmen und Verboten zum Infektionsschutz etwa Gastronomie-Betriebe, Hotels und viele Kultur- und Sporteinrichtungen. Schüler dagegen dürfen weiterhin zur Schule gehen - jedoch nur unter strikter Einhaltung der Hygieneregeln. So gilt für Kinder und Jugendliche zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg ab Klassenstufe 5 eine Maskenpflicht - auch im Unterricht.

Für einige Schüler haben die Maßnahmen bereits Auswirkungen auf ihre Gesundheit - „viele kränkeln“, wie der Landesschülerbeirat kritisiert. Dennoch sollen die Schulen um scheinbar jeden Preis offen bleiben. Um das Infektionsgeschehen rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg in den Griff zu bekommen, diskutiert die Regierung jetzt jedoch, ob die Weihnachtsferien möglicherweise vorgezogen werden.

Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet, soll Susanne Eisenmann (CDU) die Schulen im Land dazu aufgerufen haben, die Weihnachtsferien wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg dieses Jahr durch bewegliche Ferientage um zwei Tage nach vorne zu verlängern. Am Dienstag war über die Idee eines früheren Ferienbeginns bereits in Nordrhein-Westfalen diskutiert worden.

Laut dpa formulierte die Kultusministerin von Baden-Württemberg nun ein ähnliches Vorhaben. Gegenüber der Südwest Presse (SWP) soll sie gesagt haben, dass die Entscheidung allerdings an Schulen vor Ort getroffen und das Vorgehen örtlich einheitlich geregelt werden müsse. Der SWP-Artikel lag der dpa vorab vor. Das würde de facto bedeuten, dass die Schüler im Südwesten wegen des Coronavirus vier Tage früher in die Weihnachtsferien entlassen werden könnten - nämlich schon am Freitag, dem 18. Dezember, und nicht erst am Dienstag, dem 22. Dezember.

Weihnachtsferien: Kultusministerin schlägt früheren Start wegen Coronavirus vor

Auf die zusätzlich gewonnenen freien Tage für die Schüler Bezug nehmend, mahnte Susanne Eisenmann Familien jedoch zur Vorsicht: „Ich bitte dringend darum, an Weihnachten nicht zu verreisen, sondern zu Hause zu bleiben“, wird die CDU-Politikerin von der dpa zitiert. Ob Urlaub in den Ferien jedoch überhaupt möglich sein wird, bleibt ebenfalls fraglich. Aufgrund der weiter steigenden Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann bereits eine Verschärfung der Regeln im Dezember in Aussicht gestellt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare