Appell an die Disziplin

Kretschmann dämpft mit deutlicher Ansage Hoffnung auf normale Weihnachten

  • Valentin Betz
    vonValentin Betz
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Die Corona-Infektionen in Baden-Württemberg steigen weiter an, während Weihnachten näher rückt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann glaubt nicht an ein normales Fest 2020.

Stuttgart - Durch das Coronavirus in Baden-Württemberg mussten schon zahlreiche Veranstaltungen abgesagt werden. Das ist für die Veranstalter schmerzhaft, aber auch für die Besucher, die sich schon lange darauf gefreut hatten.

Für viele Menschen ist allerdings Weihnachten das Highlight des Jahres: Gutes Essen genießen und im Kreis der Familie zur Ruhe kommen. Doch noch immer steigen die Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg. Deshalb hatte sich Winfried Kretschmann bereits zu Corona-Lockerungen vor Weihnachten geäußert.

Ohne ein abnehmendes Infektionsgeschehen machte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann nur wenig Hoffnung auf eine Entspannung der Lage. Jetzt stelle er die Bevölkerung erneut auf ein deutlich anderes Weihnachten ein.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Weihnachten wird laut Kretschmann anders, als gewohnt

Bisher haben die Maßnahmen in Baden-Württemberg nur eine leichte Entspannung bewirkt. Das Landesgesundheitsamt vermeldete erste positive Signale. Dennoch machte Winfried Kretschmann eine harte Ansage für den Corona-Winter.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Baden-Württemberg gibt es in unserem Ticker.

Die harte Ansage schließt auch Weihnachten mit ein. Besonders gläubigen Menschen und Fans von Wintersport machte der Ministerpräsident dabei wenig Hoffnung. „Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass die Gottesdienste voll geöffnet sind“, sagte Winfried Kretschmann im SWR. Gottesdienste mit entsprechenden Einschränkungen hält er aber für möglich.

Volle Kirche an Weihnachten: Das wird es in Baden-Württemberg wegen des Coronavirus laut Winfried Kretschmann dieses Jahr nicht geben.

Ebenso wenig glaubt Winfried Kretschmann an einen Winterurlaub während der Weihnachtsferien. „Sicher werden wir dringend empfehlen, keine großen Reisen zu machen, schon gar nicht ins Ausland“, so Winfried Kretschmann gegenüber dem SWR.

Neuinfektionen mit dem Coronavirus: Beim Blick auf Weihnachten ist Kretschmann pessimistisch

Momentan sieht zwar auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann erste positive Signale bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg. Anlass zur Freude ist das allerdings nicht, eher im Gegenteil. „Die Kurve hat sich abgeflacht, aber sie geht auch nicht richtig runter. Deswegen kann es schon sein, dass wir jetzt vielleicht noch mal sogar verschärfen müssen. Lockerung ist jedenfalls nicht in Sicht“, so Winfried Kretschmann zum SWR.

Kretschmann appellierte an die Disziplin der Bevölkerung: „Wir haben eigentlich alle genug von diesem Virus und seinen Folgen. Aber da muss der Kopf regieren und nicht einfach nur unsere Gefühle.“ Die weiteren Maßnahmen seien auch davon abhängig, ob jeder Einzelne seine Kontakte drastisch reduziere. „Das hat ja nun jeder in der Hand.“

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

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