Mitarbeiter in Quarantäne

Wegen Corona wird in Stuttgart Altpapier nicht mehr abgeholt

Eine Frau kippt in Stuttgart Papiermüll in eine grüne Mülltonne.
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Viele Stuttgarter bleiben derzeit auf ihrem Papiermüll sitzen.

Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg bleiben viele Stuttgarter derzeit auf ihrem Altpapier sitzen. Wie kann das sein?

Stuttgart - Das Coronavirus hat Baden-Württemberg noch immer fest im Griff, auch wenn die Zahl der Neuinfektionen allmählich zurückgeht und die 7-Tage-Inzidenz allmählich wieder im zweistelligen Bereich ankommt. Der harte Lockdown wurde unterdessen noch kürzlich einmal verlängert - nun bis zum 14. Februar.

Die Corona-Pandemie hat in Stuttgart nun allerdings auch Auswirkungen, mit der denen die wenigstens bisher gerechnet haben. Doch ein Blick in die Papiertonnen zeigt dieser Tage: In vielen Stuttgarter Stadtteilen wird das Altpapier nicht mehr abgeholt. Aber warum eigentlich? Die vollen Tonnen sind ein Ärgernis.

Coronavirus in Baden-Württemberg und Stuttgart: Mitarbeiter der Abfallentsorgung in Quarantäne

Wie der Südwestdeutsche Rundfunk (SWR) berichtet, teilt die Landeshauptstadt Stuttgart mit, dass insgesamt zwölf Mitarbeiter der Abfallentsorgung aktuell an Corona erkrankt und 13 weitere in Quarantäne seien.

Wegen der Ansteckungsgefahr sei es zudem nicht möglich, andere Angestellte ersatzweise hinzuzuziehen. Mit Leiharbeitern will die städtische Abfallwirtschaft nun versuchen, das Müllproblem zu lösen. Ganz unproblematisch ist aber auch das nicht. Denn die potenziellen Leiharbeiter müssen erst einmal einen negativen Coronatest vorlegen, bevor sie zum Arbeitseinsatz dürfen.

Papierberge in vielen Stuttgarter Stadtteilen - Bürger sollen Papier sammeln und trocken lagern

Zwar ist von den derzeitigen Papiermüllbergen nicht ganz Stuttgart betroffen, immerhin jedoch einige Stadtteile. Laut SWR sind das unter anderem die Stadtteile Asemwald, Birkach, Degerloch, Fasanenhof, Heumaden, Hoffeld, Möhringen, Kaltental, Plieningen, Riedenberg, Rohr, Sillenbuch, Sonnenberg und Vaihingen.

Den Stuttgartern wird empfohlen, das Papier bis dahin zu Hause zu bündeln und trocken zu lagern. Es würde zu einem späteren Zeitpunkt kostenlos mitgenommen. In Hamburg gibt es derweil ein ähnliches Müll-Problem: Im Corona-Lockdown stapelt sich hier der Abfall bergeweise, wie 24hamburg.de berichtet. Jedoch aus einem anderen Grund als in Stuttgart: Weil die Menschen mehr Waren nach Hause bestellen als vor der Pandemie, wird die Hansestadt vom Abfall überflutet. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

cfr

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