Verbot von Symbolen

Ekelhafte Praxis bei Corona-Demos in Stuttgart: Teilnehmer involvieren sogar Kinder

Mann im Sträflingsanzug posiert auf einer Corona-Demo neben einem Mädchen und einem Jugendlichen mit Nazi-Sprüchen
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Bei Corona-Demos in Stuttgart ziehen Teilnehmer Vergleiche zur Nazi-Zeit - auch Kinder sind involviert (Kind zum Schutz seiner Identität verpixelt)
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Die Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg lösen Proteste aus. Bei den Demonstrationen in Stuttgart werden Symbole und Sprüche aus der Nazi-Zeit gezeigt.

  • Das Coronavirus in Baden-Württemberg führte zu Verboten und Maßnahmen. An den vergangenen Wochenenden versammelten sich viele Menschen um dagegen zu protestieren.
  • Bei den Demonstrationen verwendeten die Corona-Kritiker auch stellenweise leicht abgeänderte Symbole aus der Nazizeit.
  • Die Stadt Stuttgart beobachtet das Auftreten dieser Symbole und plant ein generelles Verbot.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg führte zu Verboten und Maßnahmen zum Infektionsschutz (BW24* berichtete). An den vergangenen Wochenenden versammelten sich viele Menschen in der Landeshauptstadt Stuttgart*, um gegen die Verordnungen zu demonstrieren. Bei den Demonstrationen tauchten vereinzelt leicht abgeänderte Symbole aus der Nazizeit auf.

Die Stadt München hat die Verwendung des „Judensterns“ zu Protestzwecken laut einem Bericht der Deutschen-Presse-Agentur (dpa) von Ende Mai verboten. Sven Matis, ein Pressesprecher der Landeshauptstadt Stuttgart sagte den Stuttgarter Nachrichten nun, dass die Stadt ein Auge auf die vermehrte Verwendung solcher Symbole habe. Sollten die Symbole vermehrt auf den Demonstrationen zu sehen sein, tritt auch in Stuttgart ein Verbot in Kraft.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Stuttgart will Nazi-Symbole bei Demos nicht dulden

Jedes Wochenende finden Demonstrationen gegen die Verordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg* mit einer Vielzahl an Teilnehmern in Stuttgart statt. Die Stadt hatte die Corona-Demo der AfD bereits im Vorfeld verboten*. Bei den Demonstrationen verwendeten die Corona-Kritiker vereinzelt ein Symbol, das an den „Judenstern“ aus der Nazizeit erinnert.

Während der Zeit des Nationalsozialismus zwangen die Nazis Menschen jüdischen Glaubens einen solchen Stern zu tragen, um sie eindeutig als Juden identifizieren zu können. Vor allem die Impfgegner auf den Corona-Demonstrationen in Stuttgart verwenden abgewandelte Versionen des Judensterns. Eine Impfung gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg vergleichen die Demonstrierenden dadurch mit dem Holocaust - eine Botschaft, die von der Stadt Stuttgart nicht geduldet wird. Bei den kommenden Corona-Demos werde die Stadt genauer auf die Verwendung dieser Symbole achten und wolle mit einem entsprechenden Verbot reagieren, sagte Matis den Stuttgarter Nachrichten.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Weitere Demonstrationen in Stuttgart geplant

An Pfingsten fanden in Stuttgart gleich mehrere Demonstrationen* gegen die Auflagen zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg statt. Für Sonntag meldete die „Initiative Querdenken 711" eine weitere große Protestaktion an. Die Initiative hatte zuerst zu einer Versammlung an den Autobahnen A8 und A81 aufgerufen. Laut Angaben der Veranstalter waren 50.000 Teilnehmer sowie Künstler und Musik geplant. Die Stadt Leonberg stellte sich jedoch gegen eine Versammlung auf dem viel befahrenen Autobahnkreuz. In Gesprächen einigte man sich, die Demonstration auf einem ehemaligen Golfplatz zu veranstalten, sagte Oberbürgermeister Martin Georg Cohn (SPD) am Mittwoch.

In Bezug auf den Ortswechsel der geplanten Demonstration gegen die Verordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg, sagte Martin Georg Cohn der dpa: „In einem Kooperationsgespräch mit dem Anmelder haben wir uns gemeinsam darauf geeinigt, diesen Ansatz nicht weiter zu verfolgen“. Bei der Protestaktion auf dem alten Golfplatz waren laut der Stadt Stuttgart nun maximal 7.500 Teilnehmer zugelassen. Die Corona-Demo wurde jedoch zu einem peinlichen Flop - die Veranstalter mussten Teilnehmer dazu erfinden. Auch bei dieser Demonstration beobachtete die Stadt die Verwendung von Symbolen aus der Nazizeit.

Bei einer Demonstration unter dem Motto „Black lives matter“ kam es in Stuttgart zu Konfrontationen mit der Polizei. Die linksextreme Gewalt in der Landeshauptstadt eskaliert immer weiter*. Zwei Personen bewarfen einen besetzten Streifenwagen, der vor dem Landtag in Stuttgart stand mit Pflastersteinen.

Am Dienstagmorgen führte eine Signalstörung zu Staus und Verspätungen bei der S-Bahn in Stuttgart*. Betroffen war der Streckenabschnitt zwischen dem Hauptbahnhof und der Schwabstraße.

*BW24 ist Teil des Ippen-Digital Redaktionsnetzwerks.

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