Preise der FFP2-Masken

FFP2-Masken: Stuttgarter CDU-Politiker äußert drastische Forderung

Ein Mann sitzt mit einer FFP2-Maske in einer U-Bahn.
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Seit dem 25. Januar gilt eine verschärfte Maskenpflicht.
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Zum besseren Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg gilt seit dem 25. Januar eine verschärfte Maskenpflicht - ein Stuttgarter CDU-Politiker hat deshalb eine deutliche Forderung, die vor allem Händler trifft.

Stuttgart - Die Maskenpflicht zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg wurde bereits im April vergangenen Jahres eingeführt. Bislang galten auch selbst genähte Mund-Nase-Bedeckungen sowie Schals und Tücher über Mund und Nase als ausreichend. Durch die wieder stark gestiegenen Neuinfektionen und die aufgetauchten Virus-Mutationen verlängerte die Landesregierung kürzlich den bereits seit Dezember geltenden Lockdown bis zum 14. Februar. Zugleich traten auch eine ganze Reihe an weiteren Maßnahmen zum Infektionsschutz in Kraft. Dazu gehört auch, dass ab dem 25. Januar im Nahverkehr und beim Einkaufen nur noch medizinische Masken erlaubt sind.

Zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg sind die FFP2-Masken nach Ansicht vieler Experten deutlich wirkungsvoller als herkömmliche Stoffmasken. Sie schützen nicht nur die Mitmenschen, sondern auch den Träger vor einer Infektion. In Bayern ist das Tragen von FFP2-Masken bereits seit vergangener Woche Pflicht. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und die Landesregierung entschieden sich allerdings dafür, auch die deutlich billigeren OP-Masken als ausreichend gelten zu lassen. Ein CDU-Politiker aus Stuttgart trat nun zudem mit einer drastischen Forderung an die Händler heran, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: CDU-Politiker hält Preise für FFP2-Masken zu hoch

Bereits im Vorfeld der Verhandlungen zwischen Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie war eine mögliche bundesweite FFP2-Maskenpflicht im Gespräch. Die Nachfrage nach den Masken stieg daraufhin deutlich - auch im Südwesten. Risikogruppen konnten sich bereits seit vergangenem Jahr eine limitierte Anzahl an solchen Masken bei den Apotheken im Land kostenlos abholen. Bereits am ersten Ausgabetag wurden die Apotheken in Baden-Württemberg überrannt - beispielsweise in Heilbronn. Alle anderen Bürger müssen für die FFP2-Masken jedoch selbst aufkommen. Wolfgang Reinhart, CDU-Fraktionschef von Baden-Württemberg, hält die Preise der Masken zu hoch, wie die dpa berichtet.

Die FFP2-Masken bieten einen guten Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg, sind jedoch nur einmalig zu verwenden und mit einem Preis zwischen vier und sechs Euro deutlich teurer als herkömmliche Masken oder OP-Masken. „Ich appelliere an Apotheker und Händler, die FFP2-Masken für maximal einen Euro pro Maske zu verkaufen“, sagte CDU-Politiker Reinhart am Montag in der Landeshauptstadt Stuttgart. „Auf jeden Fall sollten sie nicht teurer als zehn Prozent des Einkaufspreises verkauft werden.“

Coronavirus in Baden-Württemberg: FFP2-Masken zum Selbstkostenpreis - nach österreichischem Vorbild

Durch den aktuellen Lockdown und die drastischen Kontaktbeschränkungen leiden derzeit viele Menschen unter zunehmender Isolation. Durch die FFP2-Maskenpflicht könnte sich das laut Wolfgang Reinhart noch verstärken. „Es darf nicht sein, dass Menschen vom Alltagsleben ausgeschlossen werden, weil sie kein Geld für die teuren Masken haben, die zum Teil aber nun in bestimmten Bereichen Pflicht sind“, sagte der CDU-Politiker. Im Nahverkehr und beim Einkaufen gelten zwar auch die deutlich günstigeren OP Masken, diese böten im Vergleich zu den FFP2-Masken jedoch deutlich weniger Schutz.

Im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg ist die Einführung der FFP2-Maskenpflicht ein weiterer Schritt. Der Stuttgarter CDU-Politiker sieht dabei jedoch Österreich als Vorbild. Deren Bundeskanzler Sebastian Kurz habe mit den Einzelhändlern vereinbart, die Masken zum Selbstkostenpreis zu verkaufen. „Eine solche freiwillige Selbstverpflichtung wünsche ich mir auch für Deutschland“, sagte Wolfgang Reinhart laut der dpa. Im Gegensatz zum Nachbarland Bayern ist die Maskenpflicht in Baden-Württemberg jedoch noch immer lockerer. Dort ist nämlich jeder Bürger verpflichtet, eine FFP2-Maske zu kaufen.

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