Umfrage zu den Folgen der Pandemie

Erschreckende Aussichten: Baden-Württemberger fürchten um ihre Innenstädte

Ein Polizeiauto fährt in der Einkaufsmeile Königstraße an geschlossenen Ladengeschäften vorbei.
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In der Innenstadt von Stuttgart sind durch den Lockdown aktuell bereits deutlich weniger Menschen unterwegs.
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Die Lage aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg ist weiter ernst. Laut einer Umfrage sehen viele Bürger im Südwesten deshalb ein erschreckendes Szenario auf die Innenstädte im Südwesten zukommen.

Stuttgart - Aufgrund der weiteren Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg (BW24* berichtete) trat zum Ende des vergangenen Jahres ein harter Lockdown mit drastischen Einschränkungen in Kraft. Dazu gehörte unter anderem auch, dass nahezu alle Geschäfte, Läden und Dienstleister wie Friseure und Fitnessstudios schließen mussten. Ausnahmen gab es nur für Branchen, die den täglichen Bedarf der Bevölkerung decken. Der Lockdown war ursprünglich bis zum 10. Januar angesetzt, wurde kürzliche jedoch bis zum Ende des Monats verlängert. Zugleich verschärfte die Landesregierung auch die aktuellen Corona-Regeln für Baden-Württemberg* erneut.

Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat noch immer fatale Folgen für die Wirtschaft*. Laut einer Umfrage befürchten viele Teile der Bevölkerung nun auch eine Verödung der Innenstädte, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Umfrage zeichnet düsteres Szenario für Innenstädte

Der zweite Lockdown aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg* traf die Einzelhändler mitten im wichtigen Weihnachtsgeschäft. 70 Prozent der Bevölkerung befürchten nun, dass sich die Innenstädte im Südwesten durch Insolvenzen von Geschäften und Restaurants grundlegend verändern könnten. 40 Prozent der Bürger sehen sogar eine dauerhafte Verödung, während 14 Prozent auf eine schnelle Wiederbelebung hoffen. Das geht aus einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Tageszeitungen in Baden-Württemberg hervor, wie die dpa berichtet.

Bereits vor dem erneuten Lockdown aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg ging der Handelsverband im Südwesten im schlimmsten Fall von bis zu 12.000 Insolvenzen in den nächsten zwei Jahren* aus. Das könnte auch die Arbeitslosenquote noch weiter steigern, was laut der Umfrage eine große Sorge der Bevölkerung darstellt. Demnach rechnen rund 17 Prozent der Befragten von einem steilen Anstieg der Quote in den nächsten Monaten. 52 Prozent sehen dagegen eher einen begrenzten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Insgesamt sind jedoch 56 Prozent der Befragten der Meinung, dass viele Unternehmen und Selbstständige in Baden-Württemberg ihren Betrieb in naher Zukunft aufgeben müssen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Zukunft der Autoindustrie sehen viele Bürger kritisch

Die Autoindustrie ist eine der wichtigsten Branchen in der Wirtschaft in Stuttgart* und dem ganzen Bundesland. In der Landeshauptstadt Stuttgart* haben nicht nur weltbekannte Autobauer wie die Daimler AG* und die Porsche AG* ihren Hauptsitz, sondern auch Zulieferer wie Bosch und Mahle. Das Coronavirus in Baden-Württemberg stellte jedoch auch diese Schlüsselindustrie vor massive Probleme. Laut der Umfrage sehen nur 30 Prozent der Befragten, dass die Autoindustrie in den kommenden Jahren wesentlich zu einer erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung im Südwesten beitragen werde, wie die dpa berichtet. Jeder Zweite erwartet dagegen, dass die Bedeutung der Branche für die Wirtschaft des Bundeslandes sinken wird. *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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