Kitas und Schulen im Lockdown

Wegen Schließungen: Stuttgarter sollen weniger Elternbeiträge für Kitas zahlen

Jacken und Turnbeutel sind in einer Kindertagesstätte an einer Garderobe zu sehen.
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Die Stadt Stuttgart wird aufgrund der Schließungen auf einen Teil der Elternbeiträge für Kitas verzichten.
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg sind Schulen und Kita im Land derzeit geschlossen, nur eine Notbetreuung ist eingerichtet. Die Stadt Stuttgart will nun auf ein Viertel der Elternbeiträge verzichten.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg verbreitet sich aktuell langsamer als noch vor ein paar Wochen. Dennoch befindet sich der Südwesten bereits seit Dezember in einem Lockdown, der zunächst bis zum 14. Februar verlängert wurde. Laut einer Beschlussvorlage von Bund und Ländern könnte er auch noch weiter andauern. Wie es mit Kitas und Schulen weitergeht, ist bisher nicht bekannt.

Für Schüler und Eltern ist die Lage aktuell besonders schwierig. Im Laufe der bereits seit rund einem Jahr andauernden Corona-Krise im Südwesten mussten Schulen und Kita bereits im Frühjahr komplett geschlossen werden und auch danach gab es immer wieder neue Einschränkungen.

Aktuell ist ein Präsenzunterricht an den Schulen und ein normaler Betrieb der Kita aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg und des Lockdowns nicht möglich. Die Schulen und Universitäten im Land sind notgedrungen auf Online-Unterricht umgestiegen. Die Lernplattform Moodle trieb die Eltern zwar bereits am ersten Schultag zur Verzweiflung, eine solche Möglichkeit bietet sich den Kita allerdings nicht. Die Eltern von jüngeren Kindern müssen aktuell also Berufsleben mit Kinderbetreuung unter einen Hut bringen. Die Landeshauptstadt Stuttgart will ihnen deshalb entgegenkommen und reduziert aufgrund der geschlossenen Einrichtungen die Elternbeiträge, wie die Stuttgarter Nachrichten berichten.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Stuttgart verzichtet auf Teil der Elternbeiträge

Durch die entdeckten Mutationen ist die Lage aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg trotz der sinkenden Infektionszahlen weiterhin angespannt. Bereits im vergangenen Jahr forderte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) eine baldige Rückkehr zum Präsenzunterricht an Schulen. Die Ministerin hielt auch nach massivem Widerstand an diesem Plan fest. Seitdem hat sich die Lage durch die Mutationen jedoch immer weiter verändert. Zunächst hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) eine baldige Öffnung der Schulen abgelehnt. Seit einem Corona-Ausbruch in einer Kita in Freiburg steht fest: Schulen und Kitas in BW bleiben bis mindestens 21. Februar geschlossen.

Durch den möglicherweise erneut verlängerten Lockdown aufgrund des Coronavirus könnte jedoch auch die Schulöffnung in noch weitere Ferne rücken. Die Stadt Stuttgart will deshalb ab Februar wöchentlich auf 25 Prozent der Kitagebühren und Essensgelder verzichten, wie die Stuttgarter Nachrichten berichten.

Dasselbe gilt auch für die Gebühren an den Grundschulen im Land. Dort sollen darüber hinaus auch rückwirkend auf die Beträge ab dem 1. September 2020 verzichtet werden. Damit folgt der Stuttgarter Jugendhilfeausschuss einer Empfehlung von Isabel Fezer (FDP), Bürgermeisterin für Jugend und Bildung der Stadt Stuttgart.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Notbetreuung soll kostenpflichtig bleiben

Aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg haben einige Kitas im Land auf eine Notbetreuung umgeschaltet. Dadurch sollen Eltern entlastet werden, die trotz der Infektionslage keine Möglichkeit zum Homeoffice haben. Diese Notbetreuung soll auch weiterhin kostenpflichtig bleiben.

Laut den Stuttgarter Nachrichten belasten die andauernden Einschränkungen im Schul- und Kita-Betrieb die Stadt Stuttgart geschätzt mit 6,8 Millionen Euro. Auf eine Zusage über Beteiligungen von Bund und Land will die Landeshauptstadt nicht warten. „Wir warten nicht ab. Wir sagen: Die Eltern sollen den vollen Kostenersatz bekommen“, sagte Bürgermeisterin Isabel Fezer.

Am heutigen Mittwoch, dem 10. Februar, findet ein erneutes Gipfeltreffen zwischen Bund und Länder statt. In diesen Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder soll über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten werden. Eine mögliche Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. März stand schon im Vorfeld der Video-Schalte im Raum. Damit könnten auch die Kita und Schulen über den 28. Februar hinaus geschlossen bleiben.

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