Koalitions-Beschluss

Corona-Hilfen für Gastronomie in BW: 7 Prozent Mehrwertsteuer bis Ende 2022 verlängert

Eine Kundin nimmt ihr bestelltes Mittagessen vom Wirt des Gasthaus Goldener Anker in einer Tüte zum Mitnehmen entgegen.
+
Aktuell gibt es bei vielen Restaurants nur Essen zum Mitnehmen - so profitieren sie jedoch dabei von der Mehrwertsteuersenkung.
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
    schließen

Die Gastronomie leidet besonders unter den Folgen des Coronavirus in Baden-Württemberg. Um die Branche zu unterstützen, soll die Mehrwertsteuersenkung auf sieben Prozent nun bis Ende 2022 verlängert werden.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg beeinflusst das Leben im Südwesten nun bereits seit fast einem Jahr. Um eine Ausbreitung der gefährlichen Lungenkrankheit nach Möglichkeit einzudämmen, traten im Laufe des vergangenen Jahres viele Verbote und Maßnahmen zum Infektionsschutz in Kraft. Ende Januar wurde der bereits seit Dezember geltende Lockdown bis zum 14. Februar verlängert. Auch die Maskenpflicht wurde ab dem 25. Januar noch mal verschärft. Seit diesem Tag ist das Fahren im Nahverkehr und das Einkaufen nur noch mit medizinischen Masken erlaubt.

Durch die zahlreichen, aber notwendigen Einschränkungen hat das Coronavirus in Baden-Württemberg fatale Folgen für die Wirtschaft. Die Gastronomiebranche ist von den Maßnahmen ganz besonders betroffen. Die Gaststätten und Restaurants mussten bereits vor dem aktuellen, harten Lockdown im November ihre Türen schließen und dürfen sie aller Voraussicht auch nicht als erste wieder öffnen. Um der stark angeschlagenen Branche unter die Arme zu greifen, wurde im vergangenen Jahr der Mehrwertsteuersatz für Speisen von neun auf sieben Prozent gesenkt. Diese Hilfsmaßnahme soll nun bis zum Ende 2022 verlängert werden, wie die Südwest Presse berichtet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Mehrwertsteuersenkung sollte eigentlich nur bis Ende Juni gelten

Die Folgen der Krise aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg auf die Gastronomie machte sich auch in der Landeshauptstadt Stuttgart deutlich bemerkbar. Zahllose beliebte Lokale in Stuttgart haben den Lockdown nicht überlebt. Bereits im Sommer vergangenen Jahres machte ein Experte eine düstere Vorhersage für Restaurants und Cafés in Stuttgart.

Mit der Mehrwertsteuersenkung für Speisen wollte die Bundesregierung die komplette Gastronomiebranche in Deutschland unterstützen. Sie trat am 1. Juli 2020 in Kraft und sollte ursprünglich bis zum 30. Juni 2021 Bestand haben. Der Koalitionsausschuss aus SPD und Union beschloss am gestrigen Mittwoch jedoch eine Verlängerung bis zum Ende nächsten Jahres, wie die Südwest Presse berichtet.

Aktuell können die Restaurants und Gaststätten jedoch nur schwer von der Mehrwertsteuersenkung profitieren. Durch das Coronavirus in Baden-Württemberg und den Lockdown ist das Essen in einer Gaststätte seit mehreren Monaten nicht möglich. Einige Betreiber sattelten auf Essen zum Mitnehmen um und profitieren zumindest dadurch von der Mehrwertsteuersenkung.

Die Verlängerung der Maßnahme soll jedoch vor allem den Gastro-Betrieben zugutekommen, wenn sie nach dem Lockdown wieder öffnen dürfen. Wann das der Fall sein wird, ist aktuell zwar noch nicht abzusehen. Die Corona-Lage in Baden-Württemberg scheint sich jedoch immer weiter zu bessern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare