Früher Feierabend wegen Covid-19

Beliebte Bar in Stuttgart öffnet nach Corona-Zwangspause - doch schon nach wenigen Stunden muss sie wieder schließen

Der Betreiber eines Restaurants in Stuttgart misst den Abstand zwischen zwei Tischen.
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Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg dürfen Restaurants nur unter Einhaltung der Infektionsschutz-Verordnungen öffnen (Symbolbild).
  • Julian Baumann
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Trotz des Coronavirus in Baden-Württemberg dürfen Restaurants seit dem 18. Mai wieder öffnen - unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen. Für einen der Stuttgarter Hotspots war die erste Wiedereröffnung nicht von Dauer.

  • Die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg führte zur vorübergehenden Schließung von Restaurants, Cafés und Kneipen.
  • Nach acht Wochen öffneten die Betriebe am 18. Mai wieder- unter Einhaltung der geltenden Maßnahmen zum Schutz vor Covid-19.
  • Der Palast der Republik in Stuttgart - ein beliebter Hotspot der Stadt - schloss seine Türen am Eröffnungstag jedoch wieder früher als ursprünglich geplant.

Stuttgart - Gastronomiebetriebe wie Restaurants, Cafés und Kneipen schlossen wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg vor acht Wochen ihre Türen. Diese Maßnahme diente zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung von Covid-19 und war Bestandteil der Auflagen zum Infektionsschutz des Landes.

Im Zuge der von der Landesregierung beschlossenen Lockerungen angesichts der langsameren Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg, dürfen Restaurants, Gaststätten, Cafés und Eisdielen seit Montag, den 18. Mai, wieder Gäste empfangen und bewirten. Die von der Regierung festgelegten Hygieneverordnungen müssen dabei jedoch eingehalten werden.

Für die meisten Bars und Kneipen gilt diese Lockerung vorerst nicht, um die Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg weiter einzudämmen - ohne ein Hygienekonzept, das die Umsetzung der Auflagen garantiert, müssen sie auch weiterhin geschlossen bleiben. Der beliebte Szenetreff Palast der Republik im Zentrum der Landeshauptstadt Stuttgart empfing am Montag jedoch wieder die ersten Gäste seit vielen Wochen. Am Abend war dem Wirt Stefan Schneider der Ansturm jedoch zu groß, worauf er sich entschloss, den Betrieb für diesen Tag frühzeitig zu beenden, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Erste Eröffnung von Gastronomiebetrieben seit acht Wochen

Nach der Zwangspause wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg sind die Gastronomen und Wirte erleichtert, ihren Betrieb wieder aufnehmen zu können - wenn auch nur unter strengen Maßnahmen zum Schutz vor Covid-19. So muss zwischen den Tischen für Gäste ein Abstand von mindestens 1,50 Meter gewährleistet sein. Außerdem sind die Gastronomen dazu verpflichtet, den Mindestabstand zwischen den Besuchern zu kontrollieren. Zu den Auflagen gehört auch die am 27. April wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg in Kraft getretene Maskenpflicht - laut aktueller Corona-Verordnung für die Gastronomie muss aber nur das Personal eine Schutzmaske tragen.

Eine Kellnerin des Café Kaiserbau in Stuttgart sagte zu der Deutschen Presse-Agentur (dpa), es sei auf Dauer anstrengend, aufgrund von Covid-19 mit einer Schutzmaske zu arbeiten. Außerdem würde es unter Maske heiß werden. „Aber ich finde es jetzt nicht so dramatisch. Lieber arbeite ich mit Maske, als nicht zu arbeiten“, so die Kellnerin. Auch der beliebte Szenetreff „Palast der Republik“ im Herzen der Stadt nahm den Betrieb am gestrigen Montag nach der Pause wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg wieder auf. Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, ebenfalls unter strengen Sicherheitsmaßnahmen. Trotz der Vorkehrungen musste der Wirt den Betrieb jedoch früher einstellen als ursprünglich geplant.

Nach Shutdown wegen Coronavirus in Baden-Württemberg: Beliebter Treffpunkt in Stuttgart wieder geöffnet

Unter dem ungewöhnlichen Namen „Palast der Republik“ startete 1989 der Bierausschank in dem umgebauten Toilettenhäuschen an der Ecke Bolzstraße/Lautenschlagerstraße, unweit der Königsstraße im Herzen der Landeshauptstadt Stuttgart. „Seine auf dem Boden sitzenden Gäste sind längst zu einem Markenzeichen des Lokals geworden und so hat sich der kleine Pavillon zu einer ganz eigenen Sehenswürdigkeit Stuttgarts entwickelt“, schreibt die Redaktion von Geheimtipp Stuttgart in ihrem Stuttgart-Manifest. Gerade diese Beliebtheit führte wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg am Montagabend zu einem verfrühten Feierabend im „Palast“.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Andrang am Palast der Republik in Stuttgart zu groß.

Nach einer zweimonatigen Zwangspause wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg nahm der „Palast der Republik“ in Stuttgart gestern seinen Betrieb wieder auf. Vor dem ehemaligen Toilettenhäuschen waren überall Zettel angebracht, die auf den Mindestabstand von 1,50 Meter hinwiesen, wie die Stuttgarter Zeitung berichtete.

Bis zum Nachmittag sei die Anzahl der Gäste überschaubar gewesen, die Betreiber konnten die Verordnungen und den Mindestabstand zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg ohne Probleme aufrechterhalten. Am Abend kamen jedoch immer mehr Menschen zu dem beliebten Hotspot in der Innenstadt von Stuttgart. Nachdem die alarmierte Polizei die Gäste auf den Mindestabstand hinwies, sah sich der Wirt Stefan Schneider wegen der steigenden Anzahl von Menschen zu einer frühzeitigen Schließung um 18:30 Uhr gezwungen. Laut Stuttgarter Zeitung entschied sich der Wirt aus eigenem Ermessen für diese Maßnahme und wurde nicht von der Polizei dazu angehalten.

Die Lockerungen angesichts des Coronavirus in Baden-Württemberg in den kommenden Wochen folgen einem Stufenplan der Landesregierung, der durch ein Ampelsystem gegliedert wird. Dieses System weist den öffentlichen Bereichen je nach Infektionsgefahr eine bestimmte Ampelfarbe zu. Hellgrün sind jene Bereiche, in denen die Gefahr, sich mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg zu infizieren, als überschaubar eingeschätzt wird. Rot kennzeichnet die Bereiche, in denen die Infektionsgefahr am höchsten ist und für die bislang kein Konzept zum Infektionsschutz vorliegt. Darunter fallen aktuell auch die meisten Bars und Kneipen.

Trotz der Lockerungen und Wiedereröffnungen von Restaurants, geht der Corona-Albtraum für die Gastronomie weiter. Die Gäste bleiben weiterhin aus, was zu hohen Verlusten führt. Die staatliche Unterstützung deckt die Verluste in vielen Fällen nicht.

Auch der Europa-Park Rust wird seine Tore bald wieder für Besucher öffnen. Um die Auflagen zum Infektionsschutz wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg zu erfüllen, wurde mit dem Gesundheitsamt im Ortenaukreis ein individuelles Hygienekonzept für den Freizeitpark entwickelt. Fans sollten jedoch keinen spontanen Besuch planen.

Verschoben statt abgesagt: Großes Volksfest in der Region geht anderen Weg als Wasen, Weinfest und Co.

Großveranstaltungen haben anders als Restaurants oder Freizeitparks nicht die Aussicht, trotz des Coronavirus in Baden-Württemberg dieses Jahr stattfinden zu können. Der Cannstatter Wasen war deshalb schon frühzeitig abgesagt worden, das Stuttgarter Weinfest findet nur online statt. Das Ketscher Backfischfest verschiebt den Termin zunächt aber nur. Zu dem Volksfest in der Kurpfalz kommen jedes Jahr über 150.000 Besucher.

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