Neue Corona-Regeln

Corona-Schnelltest vom Friseur gilt jetzt auch fürs Shoppen in Geschäften

Eine Mitarbeiterin eines Friseursalons führt einen Corona-Schnelltest an einem Kunden durch.
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Der Schnelltest vom Friseur gilt ab sofort einen ganzen Tag lang.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Seit dem Wochenende gilt für Schnelltests bei Friseuren und Co. eine neue Regel. Einmal getestet, können Kunden 24 Stunden lang von einem Zertifikat profitieren.

Stuttgart - Die Corona-Verordnung in Baden-Württemberg wird kontinuierlich angepasst. Seit dem Wochenende gibt es jetzt wieder eine Neuerung beim Corona-Schnelltest. Bislang galten die Schnelltests, die von Friseuren durchgeführt wurden, nur für die Dauer des Haareschneidens. Ab sofort lockert die Landesregierung in Stuttgart den Spielraum. Negativ auf Corona Getestete beim Friseur profitieren künftig von einem Zertifikat, das der Dienstleister ihnen ausstellt und das dann 24 Stunden gilt.

Neben Friseuren dürfen auch Fußpflegedienste den Schnelltest an Kunden durchführen und ihnen das Testergebnis bescheinigen. Dabei gilt: Entweder „geeignete Beschäftigte“ oder Kunden selbst unter Aufsicht führen die Tests durch. Ist der Test negativ, dürfen die entsprechenden Personen 24 Stunden lang andere Einrichtungen aufsuchen, die nur mit negativem Testnachweis zugänglich sind. Allerdings ist es nicht erlaubt, nur zum Friseur zu gehen, um sich einen negativen Test abzuholen - die Sache muss mit der Dienstleistung verbunden sein.

Neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg: Das gilt für Arbeitgeber, Schulen und Kitas

Auch Arbeitgeber, Schulen und Kitas sollen im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg von der neuen Testregelung profitieren. Unter bestimmten Voraussetzungen sollen sie Tests vornehmen oder überwachen und sie mit einem Dokument bescheinigen können. „Beschäftigte müssen sich so nicht zweimal am Tag testen lassen, falls sie nach der Arbeit beispielsweise noch eine Dienstleistung in Anspruch nehmen möchten, die eine Testbescheinigung erfordert“, heißt es in einer Mitteilung des Sozialministeriums.

Laut Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) verbessere die Änderung der Corona-Verordnung vor allem die Möglichkeiten für die Bevölkerung im ländlichen Raum. Gerade hier sei „der Zugang zu Tests im Rahmen der kostenfreien Bürgertestung noch erschwert“, so Lucha. Zur Anwendung kommen die Schnelltests bei:

  • Click and Meet im Einzelhandel (bei Inzidenz 100 bis 150)
  • Besuch von zoologischen und botanischen Gärten
  • Friseurbesuch oder Fußpflege
  • Testungen an Schulen
  • Testungen in Betrieben der Fleischwirtschaft oder in der Saisonarbeit der Landwirtschaft
  • Erleichterungen für Testpflichten des Personals von Einrichtungen der Pflege
  • Anleitungspersonen im Rahmen der nach Regelung der Notbremse zulässigen Sportausübung

Umsonst gibt es die zertifizierten Tests bei Friseuren und Fußpflegern jedoch nicht. Da die Kosten nicht von Bund oder Ländern getragen werden, entscheiden die Dienstleister selbst, ob sie die Kosten übernehmen oder der Kunde für die Tests bezahlt. Es besteht außerdem keine Pflicht, Tests mit Bescheinigung anzubieten.

Corona-Verordnung in Baden-Württemberg: Schnelltests müssen von „geeigneten Personen“ überwacht werden

Für Arbeitgeber, Schulen und Kitas besteht ebenfalls keine Pflicht, Test mit Zertifikaten anzubieten. Werden lediglich Selbsttests angeboten, die nicht von einer geeigneten Person überwacht werden, so können diese nicht bescheinigt werden.

Laut des Ministeriums für Soziales und Integration gelten für „geeignete Personen“ folgende Kriterien: „Die Personen müssen zuverlässig und in der Lage sein, die Gebrauchsanweisung des verwendeten Tests zu lesen und zu verstehen, die Testung zu überwachen, dabei die geltenden Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, das Testergebnis ordnungsgemäß abzulesen sowie die Bescheinigung korrekt und unter Angabe aller erforderlichen Angaben und unter Wahrung des Datenschutzes auszustellen.“

Seit Kurzem gilt für Unternehmen in Baden-Württemberg eine Testpflicht. Das heißt, sie müssen ihren Angestellten bis zu zweimal wöchentlich einen Corona-Test ermöglichen, wenn diese nicht von Zuhause aus arbeiten. Auch für Schüler in Hotspot-Regionen gilt seit Mitte April eine Testpflicht.

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